Corona-Lage | 25. November 2021 Impftempo legt deutlich zu

Bei Booster- und Erstimpfungen gegen das Coronavirus gehen die Impfzahlen landesweit deutlich nach oben. Bei der Zahl der Erstimpfungen hat sich der tägliche Durchschnittswert seit Anfang November verdreifacht.

Personen melden sich während einer Sonderimpfaktion in einer Sporthalle für eine Impfung an. Vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus haben viele Sachsen-Anhalter am Wochenende Impfangebote genutzt - vor allem zum Boostern.
Landesweit lassen sich wieder mehr Menschen gegen das Coronaviruss impfen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Die Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt verzeichnen erneut einen Anstieg. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 633,2 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Am Mittwoch lag der Wert bei 616,5. Damit liegt Sachsen-Anhalt im bundesweiten Vergleich weiterhin deutlich über dem Durchschnitt. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz beträgt am Donnerstag 419,7.

Bei der durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenz für Sachsen-Anhalt ist zu beachten, dass für Dessau-Roßlau heute keine aktuellen Werte angegeben werden können. Grund sind Meldeverzögerungen.

Innerhalb Sachsen-Anhalts wurde die höchste 7-Tage-Inzidenz am Donnerstag aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz mit 1.005,3 gemeldet. Es folgt der Burgenlandkreis mit einem Wert von 955,0. Die niedrigste Inzidenz verzeichnete der Landkreis Börde (219,9).

Innerhalb eines Tages registrierten die Gesundheitsämter 2.929 neue Infektionen. Zudem wurden 20 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gezählt.

Impftempo bei Booster legt zu

Im Vergleich zum Monatsanfang haben die Impfzahlen deutlich zugelegt. Anfang November wurden täglich nur rund 800 Erstimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht. Mittlerweile hat sich der Durchschnittswert auf mehr als 2.500 Erstimpfungen verdreifacht.

Bei den Booster-Impfungen ist der Zuwachs noch steiler. Etwas mehr als 1.000 Impfungen sind Anfang November verabreicht worden. Nun liegt der Durchschnittswert bei fast 11.000 Booster-Impfungen.

Zu sehen ist für jeden Tag im November der 7-Tage-Durchschnitt der Erst- und Boosterimpfungen.

Bisher haben in Sachsen-Anhalt 66,2 Prozent der Bevölkerung die Erstimpfung erhalten. 64,6 Prozent sind vollständig geimpft. 8,0 Prozent (173.959 Personen) haben bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Die Lage in den Krankenhäusern

Aktuell werden landesweit 119 Menschen wegen einer Covid-19-Infektion intensivmedizinisch behandelt, 70 davon müssen beatmet werden. Am Mittwoch wurden 120 Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen behandelt und 71 von ihnen beatmet.

Die Hospitalisierungsrate ist mit etwa 12,1 im Vergleich zum Vortag (12,7) zwar leicht gesunken, dennoch liegt sie weit über dem Bundesdurchschnitt (5,8). Die Hospitalisierungsrate zeigt an, wie viele Covid-19-Patientinnen und -Patienten in den vergangenen sieben Tagen im Krankenhaus behandelt werden mussten – gerechnet auf 100.000 Einwohner.

Die Hospitalisierungsrate ist ein wichtiger Wert für politische Entscheidungen, etwa über Maßnahmen, wird aber systematisch unterschätzt.

Noch keine Verlegung von Intensivpatienten notwendig

Aus Sachsen-Anhalt müssen noch keine Corona-Intensivpatienten in andere Bundesländer verlegt werden. Nach Angaben des Landesinnenministeriums kann derzeit aber auch niemand von außerhalb aufgenommen werden. Das Ministerium ist für die Koordinierung im Osten zuständig.

Allerdings könnten erste Patienten aus Thüringen wegen der Überlastung der Krankenhäuser im Freistaat demnächst nach Norddeutschland verlegt werden. Auch Sachsen hat den Angaben zufolge perspektivisch einen Verlegungsbedarf von rund zwei Dutzend Patientinnen und Patienten angemeldet.

MDR (Anne Gehn-Zeller)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 25. November 2021 | 19:00 Uhr

21 Kommentare

DER Beobachter vor 1 Wochen

Wäre es nicht viel sinnvoller, zumal billiger, eine Ansteckung mit dem Risiko schwerer Verläufe zu vermeiden, als diese dann behandeln zu müssen? Mittlerweile gibts übrigens offenbar ein halbwegs erfolgversprechendes Medikament, aber auch nur mit der von den Hohldenkern verhassten Notfallzulassung. Ach ja: sogar die wirklich armen infizierten Schlucker in Osteuropa verweigern sich der Medikamentenforschung und hätten lieber den Piks gehabt.

DER Beobachter vor 1 Wochen

Sie schwurbeln verdammt viel durcheinander wieder mal und ohne jegliche Ahnung von dem, was Sie plappern . Und es wird, falls Sie mal richtig gucken wollten, durchaus u.a. an der TU München zu den T-Ze llen und vielerorts zu den Antikörpern immer noch geforscht, nicht nur in D, sondern auch global. Allerdings eben bisher ohne weiteren sonderlichen Erfolg abgesehen von den Einflüssen der Erkenntnisse u.a. in die entwickelten Impfstoffe, die Sie sonst so verteufeln.

DER Beobachter vor 1 Wochen

Ihre Faktenignoranz ist ja nun hinlänglich bekannt. Allerdings finde ich es bemerkenswert, wenn Sie nochmal betonen müssen, wen Sie ignorieren. Müssten Sie nicht, wenn Sie auf "Ignorieren" gestellt hätten. Dann wüssten Sie ja gar nicht, dass Fakt und die vielen anderen, die Sie mittlerweile zu ignorieren versprochen haben, Ihrem Dauerblödsinn entgegnen...

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