Corona-Lage | 20. Januar 2022 7-Tage-Inzidenz sprunghaft angestiegen

In Sachsen-Anhalt ist die 7-Tage-Inzidenz der Coronainfektionen deutlich angestiegen. Gleichzeitig geht aber auch der Impffortschritt voran. Und: Ein Unternehmen aus Dessau-Roßlau soll einen Corona-Totimpfstoff produzieren.

Coronavirus
Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt ist gestiegen. Bildrechte: imago images/Christian Ohde

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt ist sprunghaft gestiegen, liegt aber weiter deutlich unter dem bundesweiten Schnitt. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Donnerstag mit 322,6 an. Vor einer Woche lag der Wert in Sachsen-Anhalt noch bei 240,3.

Das stärkste Infektionsgeschehen verzeichnen in Sachsen-Anhalt derzeit die Stadt Halle mit einer Inzidenz von 456,6 und die Landeshauptstadt Magdeburg mit einer fast ebenso hohen Inzidenz von 455,5. Den niedrigsten Wert weist der Landkreis Harz mit 194,8 aus.

Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter dem RKI landesweit 2.092 neue Infektionen und 24 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Seit Beginn der Pandemie sind 4.515 Patienten in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben.

Inzidenz deutschlandweit erstmals über 600

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Bundesweit erreichte die Inzidenz am Mittwoch laut RKI mit 638,8 einen Höchstwert. Vor einer Woche hatte er noch bei 427,7 gelegen. Binnen 24 Stunden wurden mehr als 133.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind gut 52.000 mehr als vor einer Woche.

Impfquote in Sachsen-Anhalt steigt: 70 Prozent zweimal geimpft

In Sachsen-Anhalt sind exakt 70 Prozent der Menschen mindestens zweimal geimpft. Das zeigen die Zahlen des Sozialministeriums. Deutschlandweit sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums 73,1 Prozent vollständig geimpft (Stand: 19. Januar 2022). Eine Auffrischungsimpfung – und damit dreifach geimpft – sind rund 43 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt. Bundesweit sind es etwa 49 Prozent.

In Dessau-Roßlau soll Totimpfstoff produziert werden

Die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau hat angekündigt, einen Corona-Totimpfstoff herstellen zu wollen. Die Verträge mit dem französischen Unternehmen Valneva seien am Wochenende unterzeichnet worden. Die neuen Einheiten zur Herstellung von Impfstoffen und Biopharmazeutika sollen Anfang 2023 an den Start gehen. Der Dessauer Auftragsfertiger produziert schon für den US-Pharmakonzern Johnson & Johnson und die britische Firma Astrazeneca deren Corona-Impfstoff.

dpa, MDR (Fabian Frenzel)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19. Januar 2022 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

pwsksk vor 17 Wochen

Bin geboostert, aber das mit den G Regeln eine höhere Inzidenz festgestellt wird, haben viele normal rechnende Menschen schon vor langer Zeit gewusst.

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