Corona-Lage | 22. April 2021 Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Sachsen-Anhalt weiter an

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche gestiegen. Eine positive Entwicklung zeigt sich jedoch bei den Inzidenzwerten. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut RKI-Zahlen aktuell bei 163.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt in Sachsen-Anhalt weiter an. Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium 882 Personen, die sich neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Vor einer Woche wurden 807 Neuinfizierte von Mittwoch auf Donnerstag gemeldet.

Eine positive Entwicklung zeigt sich bei den Inzidenzwerten. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts am Donnerstag bei 163 und ist damit im Vergleich zur Vorwoche (Inzidenzwert von 190) gesunken. Nach Angaben des Sozialministeriums beträgt die Landes-Inzidenz am Donnerstag 185. Auch hier zeigt sich eine sinkende Tendenz im Vergleich zu den Zahlen von Donnerstag vor einer Woche (Inzidenzwert von 210).

Was bei der 7-Tage-Inzidenz beachtet werden muss

Anhand des Inzidenzwerts kann abgelesen werden, wie stark das momentan Infektionsgeschehen einer Region ist. Allerdings ist an dem Wert allein nicht ablesbar, welche Infektionsgeschehen für einen hohen Wert verantwortlich ist. 50 Fälle in einem eingrenzbaren Cluster – beispielsweise einem Pflegeheim oder einer Feiergesellschaft, die im gleichen Ort wohnt und nicht sehr mobil ist – sind anders zu beurteilen als 50 Fälle, die sich über den gesamten Landkreis verteilen und diffuse oder nicht nachvollziehbare Infektions- und Kontaktketten nach sich ziehen. Noch mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel:

Burgenlandkreis hebt Impf-Priorisierung auf

Der Blick auf die verabreichten Impfdosen zeigt, dass es mit den Corona-Impfungen in den Kreisen unterschiedlich vorangeht. Im Burgenlandkreis fällt beispielsweise die Priorisierung beim Impfen. Dort konnten sich ab Donnerstagmorgen alle Menschen ab 16 Jahren fürs Impfen anmelden. Ab Montag gibt es laut Landkreis 1.400 Termine im Impfzentrum in Zorbau. Dass der Burgenlandkreis dieses Impfangebot machen kann, ist laut Landrat Götz Ulrich auch durch den Impfstoff aus Sachsen möglich.

In der Stadt Magdeburg, dem Jerichower Land oder auch dem Kreis Mansfeld-Südharz werden bereits erste Personen aus der Priorität-Gruppe 3 geimpft. Das Angebot richtet sich aber vorrangig an Menschen über 60, Menschen mit Vorerkrankungen oder auch an Feuerwehrleute.

Sachsen-Anhalt soll in den kommenden Monaten mehr Corona-Impfstoff vom Bund erhalten. Nach Angaben des Sozialministeriums werden die in den Impfzentren zur Verfügung stehenden Dosen deutlich zunehmen. Während im April 236.000 Impfdosen vom Bund an die Zentren im Land geliefert wurden, sollen es im Mai 254.000 und im Juni 328.000 werden. Der mit Abstand größte Anteil kommt dabei vom Hersteller Biontech.

Weitere Corona-Zahlen vom Donnerstag

Laut Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind in Sachsen-Anhalt 147 Intensivbetten belegt. 89 dieser Patientinnen und Patienten werden beatmet. Am Donnerstag vor einer Woche waren 142 Intensivbetten belegt, 74 Patientinnen und Patienten mussten beatmet werden.

Mehr als 3.000 Menschen sind mittlerweile in Verbindung mit COVID-19 in Sachsen-Anhalt gestorben.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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MDR/Sarah Peinelt

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15. Februar 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Ritter Runkel vor 2 Wochen

Nüchtern betrachtet sind die Auswirkungen aller Maßnahmen unterm Strich zu bewerten. Und dabei sind auch Konsequenzen, Folgeschäden, Grundrechtseingriffe etc. dieser Maßnahmen zu berücksichtigen und diese gilt es zu verringern. Außerdem heißt solidarisch sein, dass sich alle gleichermaßen an der Eindämmung beteiligen. Im Zweifel müssen dann auch Schulen und Betriebe schließen (und zwar auch schon vor einer Inzidenz von 165, wenn hier nachweislich Übertragungswege vorliegen) oder die Einhaltung von Maßnahmen stärker kontrolliert werden. Und letztlich ist es moralisch höchst fragwürdig, die Zahl der Corona-Infizierten zum einzigen Maßstab für massive Eingriffe in Gesellschaft, Wirtschaft und
das Privatleben jedes einzelnen zu bestimmen. Wenn das nicht angemessen geregelt wird, hält sich am Ende keiner mehr an irgendwas und dann eskaliert die Situation noch mehr. Dann hilft auch keine Dauerbremse.

Nordharzer vor 2 Wochen

Man kann dieses Zahlenspiel nicht mehr mit ansehen! Bei der wichtigsten Kennzahl, der 7-Tage-Inzidenz, ist man nach mehr als einem Jahr immer noch nicht in der Lage die Zahlen von Land und RKI in Deckung zu bringen. Und danach soll sich die Bevölkerung dann richten, werden Ausgangsbeschränkungen verhängt. Es ist einfach zum Kotzen.

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