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Corona-Lage | 7. Januar 2022Mehr Geld gegen Lernrückstände

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 07. Januar 2022, 10:51 Uhr

Am Montag wird in Sachsen-Anhalt der Schulunterricht wiederaufgenommen. Schulen sollen bis 2027 Geld kriegen, um Lernrückstände aufzuholen. Schon im vergangenen Jahr wurden mehr als acht Millionen Euro aus Corona-Töpfen ausgereicht. Derweil ist die Corona-Lage in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Bund noch ruhiger. Experten warnen aber davor, dass sich Omikron in Kürze durchsetzt.

Um während der Pandemie entstandene Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern aufzuholen, können Sachsen-Anhalts Schulen weiterhin auf Unterstützung hoffen. Nach Angaben von Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) gibt es in diesem und im kommenden Jahr Geld zunächst aus einer Bundesförderung. "Und im Rahmen des Corona-Sondervermögens wird seitens des Landes Geld bis 2027 dafür eingestellt", so die Ministerin.

Nach den Ferien täglich Tests und Maskenpflicht

Sachsen-Anhalt habe für das Jahr 2021 rund 8,7 Millionen Euro aus dem Bundesaktionsprogramm "Aufholen nach Corona" zur Verfügung gehabt. 1,6 Millionen Euro seien für Maßnahmen eingeplant worden, die allen Schulen zugutekommen. "Des Weiteren wurden sieben Millionen Euro nach Anzahl der Schülerinnen und Schüler an alle öffentlichen und freien Schulen verteilt – in Form von Budgets", sagte Feußner.

Mit dem Geld könnten Lernmaterialien und digitale Lernprogramme gekauft sowie Honorarverträge etwa mit Spezialisten, Pädagogen und Handwerkern geschlossen werden. Am 10. Januar wird in Sachsen-Anhalt nach drei Wochen Weihnachtsferien der Schulunterricht in Präsenz wiederaufgenommen – mit täglichen Corona-Tests und Maskenpflicht.

Corona-Inzidenz und Omikron-Anteil im Vergleich gering

Zur Corona-Lage: In Sachsen-Anhalt ist die 7-Tage-Inzidenz derzeit, entgegen dem Bundesschnitt, rückläufig. Für Freitag gab das Robert Koch-Institut einen Wert von 255,9 an. Eine Woche zuvor, zu Silvester, lag der Wert in Sachsen-Anhalt noch bei 286,7. Deutschlandweit ist der Inzidenzwert hingegen erneut stark gestiegen. Das RKI gab den Wert Freitagmorgen mit 303,4 an – vor einer Woche lag er noch bei 214,9.

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Binnen 24 Stunden wurden für Sachsen-Anhalt 15 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Somit sind hierzulade seit Beginn der Pandemie 4.385 Patientinnen und Patienten daran gestorben.

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Derweil ist die Omikron-Variante in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Laut RKI-Wochenbericht liegt der Anteil bundesweit bereits bei 44,3 Prozent. Unter anderem der Expertenrat der Bundesregierung rechnet damit, dass die Variante zeitnah dominierend sein wird – und das flächendeckend. Für Sachsen-Anhalt sieht es danach bislang allerdings nicht aus: Mit 3,2 Prozent gibt es hier den geringsten Omikron-Anteil unter den Corona-Fällen. Spitzenreiter im Bundesvergleich ist den Zahlen zufolge Bremen mit 85,5 Prozent.

Weiter 30 Prozent der Sachsen-Anhalter ungeimpft

Bei den Corona-Impfungen liegt Sachsen-Anhalt weiterhin unter Bundesschnitt. Während dort 74,5 Prozent mindestens eine Dosis verabreicht bekommen haben, liegt Sachsen-Anhalt noch bei 69,9 Prozent. Nur Thüringen, Sachsen und Brandenburg liegen noch darunter.

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Ähnlich sieht es bei den Auffrischungsimpfungen aus. Während deutschlandweit 41,6 Prozent der Bürgerinnen und Bürger geboostert sind, liegt der Wert in Sachsen-Anhalt laut RKI-Impfdashboard – Stand Freitag – bei 35,5. Geringere Werte weisen nur Sachsen und Brandenburg auf.

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Corona-Gipfel zu weiteren Maßnahmen

Am Freitag berät die Bundesregierung mit den Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Pandemie und verschärfte Maßnahmen. In einer Beschlussvorlage wird auf die jüngste Stellungnahme des Expertenrats der Bundesregierung verwiesen. Er rechnet damit, dass sich Omikron in kürze als dominierende Variante flächendeckend durchsetzt und warnt vor einer hohen Belastung der Krankenhäuser, vor allem der Normalstationen.

Bund und Länder betonen, dass Impfungen vor schweren Erkrankungen schützen und setzen sich als Ziel, weiterhin jedem ein Impfangebot zu unterbreiten. Auch Auffrischungsmöglichkeiten sollten wahrgenommen werden.

Was die Alltagsregeln zur Eindämmung der Pandemie angeht, findet sich in der Beschlussvorlage neben einer generellen FFP2-Masken-Empfehlung der Vorschlag, ab spätestens 15. Januar das 2G+ Modell in der Gastronomie einzuführen. Zutritt wäre dann nur noch mit einem aktuellen Negativtest möglich. Für Geboosterte soll dies nicht gelten. Sachsen-Anhalt lehnt diese Ausnahme bislang ab.

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REUTERS, dpa, MDR (André Plaul)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 07. Januar 2022 | 07:00 Uhr

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