Landesregierung hat nächste Schritte beraten Eineinhalb Jahre Corona: Mehr als 100.000 Menschen in Sachsen-Anhalt positiv getestet

Als im Frühjahr 2020 die Corona-Pandemie ausbrach, war Sachsen-Anhalt lange das einzige Bundesland ohne nachgewiesene Infektion. Am Fortgang der Pandemie änderte das wenig: Zwischenzeitlich schossen die Inzidenzen auch zwischen Arendsee und Zeitz in die Höhe. Nun haben die Gesundheitsämter insgesamt mehr als 100.000 Infektionen in Sachsen-Anhalt registriert.

Ein Mann benutzt den COVID-19 Antikörper-Testkit zum Eigentest im Privat-Einsatz am Küchentisch, mit der sterilen Einwegkapillare saugt er den Bluttropfen von seinem Mittelfinger für den Teststreifen.
In Sachsen-Anhalt sind seit Ausbruch der Pandemie im frühjahr 2020 mehr als 100.000 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/MiS

In Sachsen-Anhalt haben sich seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 mehr als 100.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Das geht aus am Dienstagmorgen veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden in Sachsen-Anhalt insgesamt nun 100.002 Frauen und Männer positiv getestet. Damit haben sich etwa 4,6 Prozent der insgesamt 2.175.753 Einwohnerinnen und Einwohner im Land nachgewiesen mit dem Virus angesteckt.

Wie hoch die Dunkelziffer der unerkannten Infektionen ist, kann nur durch Studien geschätzt werden. So kommt eine aktuelle Studie der Universitätsmedizin Mainz zum Ergebnis, dass zu zehn Personen, die wissentlich infiziert gewesen sind, acht Menschen hinzugerechnet werden müssten, die unwissentlich infiziert worden sind (Dunkelziffer). Am Tag zuvor war der Wert noch im fünfstelligen Bereich angegeben worden.

Den aktuellen Inzidenzwert gibt das RKI am Dienstag mit 10,5 an. Sachsen-Anhalt hat damit weiterhin eine der niedrigsten Inzidenzen bundesweit. Ähnlich niedrig ist sie nur in Sachsen (12,2) und Thüringen (8,5). Die bundesweit höchste Inzidenz meldet Hamburg mit einem Wert von knapp 80, deutschlandweit liegt der Wert bei 37,4.

Landesregierung hat weiteres Vorgehen beraten

Baden-Württemberg hatte vor wenigen Tagen als erstes Bundesland angekündigt, mögliche Einschränkungen künftig weniger von der Sieben-Tage-Inzidenz abhängig zu machen. Stattdessen müssen Menschen nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder frisch negativ getestet sind. Welche Änderungen der Corona-Regeln Sachsen-Anhalts Regierung am Dienstag beschlossen hat, lesen Sie hier.

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MDR/Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. August 2021 | 05:00 Uhr

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