Corona-Lage | 05. Januar 2022 Omikron erreicht den Burgenlandkreis

Der Burgenlandkreis meldet den ersten bestätigten Omikron-Fall. Bisher ist Sachsen-Anhalt von der Variante aber noch am wenigsten betroffen. Die 7-Tage-Inzidenz im Land ist gesunken.

Auf dem Bildschirm eines Smartphones ist der Text Omicron COVID-19-variant zu lesen
In Sachsen-Anhalt werden immer mehr Omikron-Fälle gemeldet. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

  • Im Burgenlandkreis gibt es den ersten nachgewiesenen Fall der Omikron-Variante.
  • 41 Fälle der neuen Variante des Corona-Virus wurden bisher in Sachsen-Anhalt zugeordnet, das sind weniger als in den anderen Bundesländern.
  • Die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland ist gesunken.

Der Burgenlandkreis hat am Dienstag seinen ersten bestätigten Omikron-Fall gemeldet. Es handelt sich um einen 60 Jahre alten Mann. Er befindet sich dem Gesundheitsamt zufolge mit milden Symptomen in Quarantäne. Der Mann war nach eigenen Angaben weder im Ausland, noch wissentlich mit einem Omikron-Infizierten in Kontakt gekommen.

Auch wenn es im Burgenlandkreis der erste Fall ist, bereitet sich der Kreis nach eigenen Angaben bereits auf steigende Infektionszahlen durch die Omikron-Variante vor. Landrat Götz Ulrich (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, für die kritische Infrastruktur seien bereits Vertretungs- und Priorisierungsregeln aufgestellt worden. So sollten etwa Busfahrer im Bedarfsfall auch als Fahrer von Müllfahrzeugen eingesetzt werden. Außerdem seien die Kreisverwaltung, das Jobcenter und die Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd zunächst bis Ende Januar für den Publikumsverkehr geschlossen worden, um Ansteckungen möglichst zu vermeiden.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt mit Stand vom Mittwoch bisher 41 Fälle Omikron zugeordnet. Davon sind fünf bestätigte und 36 Verdachtsfälle. Damit zählt das Land bisher weniger Fälle als alle anderen Bundesländer, gefolgt von Thüringen. Mit Abstand den höchsten Wert hat Nordrhein-Westfalen, dort werden 12.869 Infektionen der Omikron-Variante zugeordnet. Als Verdachtsfälle bezeichnet man solche, die durch variantenspezifische PCR-Tests aufgefallen, aber nicht durch Sequenzierung bestätigt sind.

Erster Omikron-Fall im Land am 7. Dezember

Den ersten bestätigten Omikron-Fall in Sachsen-Anhalt hatte es am 7. Dezember gegeben. Dabei handelte es sich um einen Mann aus dem Landkreis Harz, der zuvor beruflich in Südafrika gewesen war.

Höchste Inzidenz im Saalekreis

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Land ist wieder gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Wert von 270,1. Am Vortag hatte er bei 286,5 gelegen, am Mittwoch vor einer Woche bei 319,6. Die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für Sachsen-Anhalt lag nur leicht über der bundesweiten. Diese betrug am Mittwoch 258,6.

Die höchste Wocheninzidenz im Bundesland hat der Saalekreis mit 365,3, gefolgt von der Stadt Halle mit 320,8. Den niedrigsten Wert meldete das RKI erneut für Dessau-Roßlau, er lag bei 155,0.

Noch immer bieten die Zahlen dem RKI zufolge kein vollständiges Bild der Lage, da sich weiterhin das verringerte Testaufkommen über Weihnachten und Silvester und der Meldeverzug durch die Feiertage auf die Zahlen auswirkten.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt den Angaben zufolge zuletzt weitere 1.250 Infektionen bestätigt und 18 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind 4.304 Corona-Patientinnen und -Patienten in Sachsen-Anhalt gestorben.

dpa, MDR (Elisa Sowieja-Stoffregen)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 05. Januar 2022 | 07:00 Uhr

1 Kommentar

zeig_auch_charakter_nicht_nur_maske vor 20 Wochen

..." Auch wenn es im Burgenlandkreis der erste Fall ist, bereitet sich der Kreis nach eigenen Angaben bereits auf steigende Infektionszahlen durch die Omikron-Variante vor... "

Na, FALLEN können die Zahlen denn ja auch kaum ...

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