Corona-Lage | 17. November 2021 Bundeswehr unterstützt Behörden im Kampf gegen Corona-Pandemie

Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten unterstützen die Behörden in Sachsen-Anhalt beim Impfen und Nachverfolgen der Infektionsketten. Unterdessen ist die Inzidenz im Vergleich zum Vortag leicht zurückgegangen, liegt aber deutlich über dem Wert von vor einer Woche. Die Lage im Überblick.

Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung
Die Einheiten unterstützen unter anderem bei der Verfolgung von Infektionsketten. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/onw-images

In Sachsen-Anhalt helfen derzeit 30 Soldatinnen und Soldaten beim Kampf gegen die Corona-Pandemie. Wie das Landeskommando MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, werden die Kräfte der Bundeswehr vor allem dazu eingesetzt, mobile Impfteams zu unterstützen sowie in den Gesundheitsämtern bei der Kontaktnachverfolgung mitzuarbeiten. Außerdem seien Sanitäter der Bundeswehr als Pflegekräfte im Einsatz.

Die Soldatinnen und Soldaten seien im Altmarkkreis Salzwedel, im Saalekreis, im Salzlandkreis und im Landkreis Wittenberg tätig. Nach Angaben des Landeskommandos gehen immer mehr Anträge aus den Kreisen und Städten bei der Bundeswehr ein.

Inzidenz sinkt leicht

Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Mittwoch in Sachsen-Anhalt bei 346,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Im Vergleich zum Dienstag ist sie damit um 5,7 zurückgegangen. Ein Hinweis auf ein Abflachen der Infektionskurve ist das allerdings noch nicht. Vor einer Woche lag die Inzidenz in Sachsen-Anhalt noch bei rund 200.

Inzidenzen in den Landkreisen weiter hoch

Auf regionaler Ebene meldet weiterhin der Altmarkkreis Salzwedel (538) die höchsten Inzidenzen in Sachsen-Anhalt. Dahinter folgt der Burgenlandkreis, der mit 498 allerdings wieder unter die 500er-Marke gerutscht ist. Die niedrigsten Werte stammen aus den Landkreisen Börde (245) und Anhalt-Bitterfeld (260).

Höhere Impfquoten durch Rückkehr der Impfzentren

Sachsen-Anhalt will einige Impfzentren wieder öffnen. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) auf einer Pressekonferenz am Dienstag. In jedem Landkreis solle es wieder feste Einrichtungen geben, in denen geimpft wird. Zudem sollen Möglichkeiten geschaffen werden, mehr mobile Impfteams einzusetzen.

So will das Land sicherstellen, dass alle Menschen sowohl eine Booster- als auch eine Erstimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Denn im Ländervergleich liegt Sachsen-Anhalt bei der Impfquote weiterhin unter dem deutschlandweiten Durchschnitt.

Mehr Corona-Patienten auf Intensivstationen

Die Zahl der auf Intensivstationen in Sachsen-Anhalt behandelten Corona-Patientinnen und -Patienten ist hingegen gestiegen. Nach Angaben des Divi-Intensivregisters sind es aktuell 88, am Montag waren es noch 64. Aktuell müssen 42 der Patienten beatmet werden. Der Durchschnitt der aktuell freien Intensivbetten pro Standort liegt weiterhin bei 1,7.

Eine detaillierte Übersicht aller relevanten Corona-Kennzahlen für Sachsen-Anhalt finden Sie jederzeit hier:

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MDR AKTUELL Di 16.11.2021 15:45Uhr 60:01 min

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MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. November 2021 | 10:00 Uhr

2 Kommentare

Steffen 1978 vor 1 Wochen

Wozu haben wir Bundeswehr Sanitäter?diese werden viel zu wenig eingesetzt gerade in dieser Situation sollten diese in Pflege und Krankenhäusern eingesetzt werden oder sind alle im Kriegseinsatz

REXt vor 1 Wochen

Wenn man bedenkt, vor einem Jahr, keiner geimpft, da die Vakzine noch nicht zugelassen waren, die Inzidenzen trotzdem niedriger als heute, wo doch schon 67,6% geimpft sind. Wenn das nicht eine Pandemie der Ungeimpften ist!?

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