Corona-Lage | 19. April 2021 Inzidenz und Covid-Intensivzahl steigen weiter

Für Sachsen-Anhalt ist ein Inzidenzwert von 194 (RKI: 178) gemeldet worden. Am Montag vor einer Woche lag der Wert bei 179. Die Zahlen werden aber durch unvollständige Daten aus einem Landkreis verzerrt. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld konnten seit Donnerstag aufgrund eines Softwarefehlers keine Daten an das Robert Koch-Institut übermittelt werden.

Schutzmaske mit Etikett und Aufschrift RKI
Die aktuelle Inzidenzzahl auf den Seiten des RKI sind aufgrund eines Meldefehlers des Landkreises Anhalt-Bitterfeld fehlerhaft. Bildrechte: imago images/Christian Ohde | Grafik MDR

Die Zahl der gemeldeten Neuinfizierten in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner steigt weiter. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Sachsen-Anhalt nach Angaben des Sozialministeriums bei 194. Am Montag vor einer Woche lag der Wert bei knapp 179.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 178. Am 12. April wurde ein Wert von 174 registriert. In dem aktuellen RKI-Wert fehlen Infektionszahlen der vergangenen Tage aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Der Landkreis teilte mit, dass seit vergangenen Donnerstag aufgrund eines Softwarefehlers keine oder nur unvollständige Zahlen an das Robert Koch-Institut übermittelt werden konnten. "Insofern entsprechen die gegenwärtig vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Inzidenzwerte nicht der Realität", so der Landkreis. Der Fehler sei aber behoben und die Daten würden am Dienstag veröffentlicht.

Was bei den Inzidenzzahlen zu beachten ist

Die Meldungen des RKI sind laut Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt entscheidend für Entscheidungen über Corona-Maßnahmen wie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen.

Die vom Land gemeldeten Werte weichen in der Regel von den RKI-Zahlen ab, da sie etwas aktueller sind. Außerdem ordnet das RKI nachgemeldete Zahlen dem tatsächlichen Erkrankungs- oder Meldedatum zu, auch wenn sie dadurch aus der Zeitspanne der sieben Tage herausfallen.

Auch liegen die Montagswerte regelmäßig niedriger als am Ende einer Woche, da über das Wochenende weniger Gesundheitsämter und Labore ihre Zahlen melden und weniger Menschen sich testen lassen.

Mit mittlerweile 2.981 an oder mit dem Corona-Virus Gestorbenen erhöht sich die Zahl der Toten um 104 im Vergleich zur Vorwoche.

Lage auf den Intensivstationen

Die Intensivbettenbelegung mit Covid-Patientinnen und Patienten in Sachsen-Anhalt ist mit 146 gemeldeten intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Fällen so hoch wie zuletzt am 8. Februar. In der vergleichbaren, ansteigenden Corona-Situation war dieser Wert am 24. Dezember 2020 erreicht worden. Am 12. April waren laut Register der Intensivmediziner 135 Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen gezählt worden.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Hintergründe und Aktuelles zum Coronavirus – unser Update

In unserem multimedialen Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen, was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird.

Das Corona-Daten-Update – montags bis freitags um 20 Uhr per Mail in Ihrem Postfach. Hier können Sie das Update abonnieren.

Mehr zum Thema

Illustration eines Corona-Infizierten, der auf der Straße weitere Passanten ansteckt.
Bildrechte: MDR/Unsplash/United Nations COVID-19-Response

Quelle: MDR/Martin Paul

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. April 2021 | 17:00 Uhr

17 Kommentare

Rotti vor 3 Wochen

Das ist nicht schön, wenn die Zahl der Intensivbetten sinkt. Nicht, dass jemand aus dem falsche Schlüsse zieht und gar behauptet, dass alles gar nicht so schlimm ist?

Haller vor 3 Wochen

Im DIVI Register kann man die Zahl der belegten und freien Betten sehen.
Und die Summe sinkt seit ende August 2020, das ist ein Sachverhalt.
Da ist dann "schön" mit dem Zahlenwert freier Betten eine PR zu machen.

ElBuffo vor 3 Wochen

Genau, Masken die alles durchlassen sind besser. Und wer Lungenkrankheiten hat sollte sowieso auf besser schützende Masken verzichten. Das klingt vollkommen plausibel.

Mehr aus Sachsen-Anhalt