Corona-Lage | 8. Mai 2021 Sinkende Tendenz setzt sich fort – Burgenlandkreis bleibt Sorgenkind

Der Trend einer sinkenden 7-Tage-Inzidenz setzt sich für Sachsen-Anhalt fort – von 179 vor einer Woche auf 130. In Magdeburg können dadurch ab Sonntag gelockerte Corona-Regeln in Kraft gesetzt werden. Der Trend kommt zwar auch im Burgenlandkreis an, doch es bleibt dort schwierig.

Corona-Lage
Gegensätze in Sachsen-Anhalt: Magdeburg kann lockern, im Burgenlandkreis bleibt es schwierig. Bildrechte: MDR/pixabay

In Sachsen-Anhalt sinkt die 7-Tage-Inzidenz – beim landesweiten Wert – weiter deutlich. So lag dieser in der Vorwoche bei 179, mit Stand heute bei 130. Gleichzeitig ist die Zahl der Erstgeimpften innerhalb einer Woche merklich gestiegen: von 617.066 auf 724.626 Menschen.

Auch bei den Intensivfällen, einem wichtigen Indikator dafür, ob sich das Infektionsgeschehen etwas beruhigt, zeigt sich weiter ein Rückgang. Aktuell werden in den Kliniken des Landes 125 Menschen intensivmedizinisch behandelt. Das sind immer noch mehr als 100 Betroffene, aber doch 16 weniger als vor einer Woche. 75 müssen beatmet werden (vor einer Woche 87).

Das sind die neuesten Zahl vom Landesamt für Verbraucherschutz, hier auch grafisch aufbereitet:

Was bei den Inzidenzzahlen zu beachten ist

Die Meldungen des RKI sind laut Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt entscheidend für Entscheidungen über Corona-Maßnahmen wie Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen.

Die vom Land gemeldeten Werte weichen in der Regel von den RKI-Zahlen ab, da sie etwas aktueller sind. Außerdem ordnet das RKI nachgemeldete Zahlen dem tatsächlichen Erkrankungs- oder Meldedatum zu, auch wenn sie dadurch aus der Zeitspanne der sieben Tage herausfallen.

Magdeburg hat ab Sonntag als erste Region im Land gelockerte Corona-Regeln

Die Stadt Magdeburg zeigt die stabilste Entwicklung, bleibt seit vielen Tagen in Folge unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100. Das ermöglicht der Landeshauptstadt, ab Sonntag stärker zu lockern. Entsprechende Regeln wurden auf den Weg gebracht. Auch durch die neue Landesverordnung sind größere Freiheiten möglich. Die Verordnung tritt ebenfalls an diesem Wochenende in Kraft. So ist es ab Sonntag für Regionen wie Magdeburg möglich, (unter Auflagen) die Außengastronomie zu öffnen.

Ein Grenzwert, der ganz entscheidend ist, ist die 7-Tage-Inzidenz bezogen auf die vergangenen fünf Werktage: Erst wenn das gegeben ist, kann die Bundes-Notbremse fallen. Das liegt jetzt für Magdeburg vor. In anderen Landkreisen sieht es noch weit schwieriger aus. So sticht im Norden des Landes der Landkreis Stendal mit Schwankungen heraus. Aktuell liegt die Inzidenz laut den Angaben bei rund 150. Zuvor hatte der Kreis sinkende Inzidenzen. Wobei hier abgewartet werden muss, wie aktuell diese Zahl das tatsächliche Geschehen abbildet. Auch ob es Nachmeldungen aus der Woche gibt, oder ob tatsächlich Neuinfektionen in größerem Maße aufgetreten sind, lässt sich nicht ohne Weiteres ablesen.

Weiterhin auffällig: Der Salzlandkreis mit 169,2 und Mansfeld-Südharz mit 155,1.

Neben Magdeburg weist derzeit weiterhin nur der Landkreis Börde ebenfalls eine Inzidenz unter 100 auf – aber erst den dritten Werktag infolge.

Burgenlandkreis hat weiterhin hohe Zahl an Neuinfektionen

Sorgenkind bleibt der Burgenlandkreis. Wobei man sagen muss: Auch hier zeigen sich sinkende Zahlen. Doch noch immer bleiben die Werte auf hohem Niveau, mit an diesem Sonnabend einer 7-Tage-Inzidenz von 172,8 (vor einer Woche waren es 243,2). Und noch immer sind es die meisten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner (binnen sieben Tagen) landesweit.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

Hintergründe und Aktuelles zum Coronavirus – unser Update

In unserem multimedialen Update zur Corona-Lage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen fassen wir für Sie zusammen, was am Tag wichtig war und was für Sie morgen wichtig wird.

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MDR/Mandy Ganske-Zapf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 08. Mai 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

DermbacherIn vor 6 Wochen

Es gibt signifikante Unstimmigkeiten und Unmöglichkeiten mit weltweiten Covid-19- Daten, den Definitionen, den Quellen, den Formaten der Erhebung und der Art der Bewertung, der "Verpackung"der Analysen usw..
Die Zahlen, die (nur als Beispiel) die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlicht, die Zahlen, auf die sich Journalisten und Regierungen auf der ganzen Welt beziehen, sind mit Politik kontaminiert.
Sie sind nicht nutzlos, sie erzählen uns etwas, aber sie malen ein schiefes Bild.
Die WHO (nur als Beispiel) erhält ihre Fallzahlen von Regierungen auf der ganzen Welt. Sie kann diese Zahlen nicht überprüfen oder die Quellen weiter verifizieren und die Regierungen nicht zur Angabe besserer Zahlen verpflichten.
Ein flüchtiger Blick auf die angegebenen Zahlen zeigt, dass einige davon nicht plausibel sind.

Steffen 1978 vor 6 Wochen

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