Corona-Lage | 27. Februar 2021 Keine Entspannung: Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt steigen erneut leicht an

In der kommenden Woche wollen Bund und Länder wieder über die nächsten Schritte in der Pandemie beraten. Viele verlangen konkrete Szenarien für Lockerungen. Die Zahlen in Sachsen-Anhalt steigen indes weiter – wenn auch nur leicht. Von einer Inzidenz rund um 50 ist Sachsen-Anhalt jedenfalls weit entfernt. Die aktuelle Lage.

Symbolbild: Tröpfchenwolke beim Niesen in der Luft bei Gegenlicht
Kommenden Mittwoch wollen Bund und Länder über mögliche Lockerungen der Corona-Beschränkungen beraten. Die Zahlen in Sachsen-Anhalt steigen indes erneut leicht an. Bildrechte: imago images/7aktuell

Wenige Tage vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie, ist von einer Entspannung in Sachsen-Anhalt keine Spur. Wie aus den am Sonnabend veröffentlichten Corona-Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht, stieg die landesweite 7-Tage-Inzidenz leicht auf 94. Nach diesen Zahlen liegen weiterhin fünf Landkreise bei einer Inzidenz von mehr als 100, der Burgenlandkreis sogar über 200.

Die für weitere Lockerungen angestrebte Inzidenz von weniger als 50 erreichen in Sachsen-Anhalt demnach derzeit nur der Landkreis Mansfeld-Südharz (43,72) und die Stadt Magdeburg (49,25). Im Altmarkkreis Salzwedel liegt der Wert knapp über 50.

Was bei der 7-Tage-Inzidenz beachtet werden muss

Anhand des Inzidenzwerts kann abgelesen werden, wie stark das momentane Infektionsgeschehen einer Region ist. Allerdings ist an dem Wert allein nicht ablesbar, welche Infektionsgeschehen für einen hohen Wert verantwortlich sind. 50 Fälle in einem eingrenzbaren Cluster – beispielsweise einem Pflegeheim oder einer Feiergesellschaft, die im gleichen Ort wohnt und nicht sehr mobil ist – sind anders zu beurteilen als 50 Fälle, die sich über den gesamten Landkreis verteilen und diffuse oder nicht nachvollziehbare Infektions- und Kontaktketten nach sich ziehen.

Noch mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel:

Ungeachtet der neuen Zahlen werden ab Montag die Grund- und Förderschulen in Sachsen-Anhalt in den Präsenzunterricht zurückkehren. Ausnahme bleibt der Burgenlandkreis: Dort hatten Bildungsministerium und Landkreis schon zur Wochenmitte angekündigt, die Schulen und Kitas wegen des hohen Infektionsgeschehens vorerst noch eine weitere Woche geschlossen zu halten.

Gut vier Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt einmal geimpft

Die Zahlen zeigen zudem, dass seit Freitag weitere gut 3.200 Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Damit liegt die Quote derer in Sachsen-Anhalt, die mindestens eine Impfung bekommen haben, bei etwa 4,3 Prozent. Dank zweiter Impfungen weitgehend gegen einen schweren Krankheitsverlauf immunisiert sind den Zahlen zufolge 2,39 Prozent der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter.

Im bundesweiten Vergleich hat Sachsen-Anhalt damit die drittschlechteste Impfquote. Niedriger ist der Anteil der Immunisierten nur in Hessen und in Brandenburg.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

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MDR/Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Februar 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Ritter Runkel vor 6 Wochen

Schon erstaunlich, was die Experten so alles wissen. Dass wir nicht lockern dürfen, dass die Mutationen nur schlimm sind, dass es noch lange dauern wird, dass nur die Impfung hilft, dass bei Öffnung die Zahlen sofort wieder steigen werden,...
Nur wenn die Zahlen sinken, dann weiß plötzlich keiner mehr, was eigentlich los ist.

Ritter Runkel vor 6 Wochen

Die 35 sind bei Lockerungen doch gar nicht zu halten. Als guter Statistiker konnte man dieses Plateau vorher sehen. Daher mag es nicht wundern, dass man diesen eigentlich nicht machbaren Wert als die neue 50 raus gezaubert hat. Restriktionen bis zum St. Nimmerleinstag.
Allerdings kann man dann beim erneuten Reißen der (willkürlichen) Marke den Bürgern vorwerfen, dass sie selbst schuld seien, da sie nicht brav genug waren.

Ritter Runkel vor 6 Wochen

Die 35 sind bei Lockerungen doch gar nicht zu halten. Als guter Statistiker konnte man dieses Plateau vorher sehen. Daher mag es nicht wundern, dass man diesen eigentlich nicht machbaren Wert als die neue 50 raus gezaubert hat. Restriktionen bis zum St. Nimmerleinstag.
Allerdings kann man dann beim erneuten Reißen der (willkürlichen) Marke den Bürgern vorwerfen, dass sie selbst schuld seien, da sie nicht brav genug waren.

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