Corona-Lage | 28. Februar 2021 Corona-7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt pendelt seit Tagen um die 90

Die Corona-7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt scheint nicht weiter sinken zu wollen. Einen Tag vor der schrittweisen Öffnung der Förder- und Grundschulen liegt der Inzidenzwert bei etwa 90 – genau wie vor zehn Tagen.

Bildcollage einer Grundschulklasse im Präsenzunterricht.
Einen Tag vor den Öffnungen der Grund- und Förderschulen liegt der Inzidenzwert in Sachsen-Anhalt bei 90. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Seit dem 17. Februar pendelt die Corona-7-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt um den Wert 90. Während der Inzidenzwert vom 1. Februar von etwa 170 sich bis zur Monatsmitte Schritt für Schritt halbiert hat, scheint der Wert nun bei 90 zu stagnieren. Die 7-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Coronafälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet worden sind.

Wie aus den am Sonntag veröffentlichten Corona-Zahlen des Sozialministeriums hervorgeht, liegen weiterhin fünf Landkreise bei einer Inzidenz von mehr als 100. Der Burgenlandkreis liegt mit einer Inzidenz von 199 nur denkbar knapp unter 200. Aufgrund des weiterhin hohen Infektionsgeschehens im Burgenlandkreis bleiben dort die Schulen und Kitas noch mindestens eine Woche geschlossen. Am Montag, den 1. März, kehren Grund- und Förderschulen in den anderen Landkreisen in Sachsen-Anhalt zum Präsenzunterricht zurück. Zudem öffnen Friseure.

Die für weitere Lockerungen angestrebte Inzidenz von weniger als 50 erreichen in Sachsen-Anhalt nach den Zahlen des Ministeriums derzeit nur der Landkreis Mansfeld-Südharz (38,5) und die Stadt Magdeburg (49,7). Im Altmarkkreis Salzwedel liegt der Wert mit 56,5 nur knapp über dem Grenzwert von 50.

Was bei der 7-Tage-Inzidenz beachtet werden muss

Anhand des Inzidenzwerts kann abgelesen werden, wie stark das momentane Infektionsgeschehen einer Region ist. Allerdings ist an dem Wert allein nicht ablesbar, welche Infektionsgeschehen für einen hohen Wert verantwortlich sind. 50 Fälle in einem eingrenzbaren Cluster – beispielsweise einem Pflegeheim oder einer Feiergesellschaft, die im gleichen Ort wohnt und nicht sehr mobil ist – sind anders zu beurteilen als 50 Fälle, die sich über den gesamten Landkreis verteilen und diffuse oder nicht nachvollziehbare Infektions- und Kontaktketten nach sich ziehen.

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Etwa 4,5 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt einmal geimpft

Die Zahlen zeigen zudem, dass seit Samstag weitere 2.265 Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Damit liegt die Quote derer in Sachsen-Anhalt, die mindestens eine Impfung bekommen haben, bei etwa 4,4 Prozent. Dank zweiter Impfungen weitgehend gegen einen schweren Krankheitsverlauf immunisiert sind den Zahlen zufolge 2,39 Prozent der Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter.

Im bundesweiten Vergleich hat Sachsen-Anhalt damit die drittschlechteste Impfquote. Niedriger ist der Anteil der Immunisierten nur in Hessen und in Brandenburg.

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MDR/Luca Deutschländer

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 28. Februar 2021 | 19:00 Uhr

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