Corona-Lage | 7. März 2021 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt unter 90

Am Sonntag vermeldete das Sozialministerium 319 neue positive Coronatests. Die Sieben-Tage-Inzidenz ging leicht zurück und liegt nun knapp unter 90. Die Corona-Lage im Überblick.

Proben für einen PCR-Test werden von einem Mitarbeiter im Corona-Testzentrum verpackt.
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen-Anhalt liegt nach Angaben des Sozialministeriums knapp unter 90. (Symbolbild) Bildrechte: dpa | Grafik MDR

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, ist in Sachsen-Anhalt wieder leicht unter 90 gerutscht. Am Sonntag lag sie nach Angaben des Sozialministeriums bei 89,26, wobei der Burgenlandkreis im Süden des Landes mit 165,51 den höchsten Wert verzeichnet. Der Landkreis Mansfeld-Südharz liegt den Angaben zufolge als einziger im Land unter 50 – am Sonntag exakt bei 42,24.

Bundesweit lag der Sieben-Tage-Wert laut Robert Koch-Institut am Sonntagmorgen bei 66,1 – und damit im Vergleich zum Vortag (65,6) etwas höher. Das RKI weist für Sachsen-Anhalt einen Inzidenzwert von 81,6 aus. Damit hat das Land hinter Thüringen und neben Sachsen den höchsten Wert in Deutschland.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gehört zu den wichtigsten Kennzahlen in der Corona-Pandemie. Sie ist die Summe aller positiven Coronatests innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner umgerechnet. Das macht das Infektionsgeschehen über Regionen hinweg vergleichbar.

519 neue Fälle am Wochenende

Am Wochenende sind dem Magdeburger Sozialministerium 519 neue Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet worden, davon 319 am Sonntag. Seit Beginn der Pandemie wurden in Sachsen-Anhalt insgesamt 62.936 Corona-Fälle erfasst.

Seit dem Impfstart Ende 2020 kletterte die Zahl der Erstgeimpften in Sachsen-Anhalt am Sonntag über 120.000. Genau 122.420 Menschen haben laut Ministerium die erste Spritze bekommen, 61.019 auch die zweite. Am Samstag seien 2.747 Erstimpfungen hinzugekommen, hieß es. Die Quote dafür liege derzeit bei 5,58 Prozent, die für die Zweitimpfungen bei 2,78 Prozent. Bundesweit liegt Sachsen-Anhalt bei der Impfquote weiterhin auf den unteren Plätzen. Die Landesregierung kündigte in dieser Woche an, das Impf-Tempo zu erhöhen. Ende des Monats oder Anfang April sollen auch Hausärzte impfen dürfen.

Laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sind weiterhin weniger Intensivbetten für Covid-19-Fälle nötig. Derzeit sind 87 Intensiv- und Beatmungsbetten mit einem COVID-19-Patienten belegt. 45 dieser Patienten werden beatmet. 2.529 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben. Am Wochenende kamen 14 Sterbefälle hinzu.

Sachsen-Anhalts Corona-Daten im Überblick

Alle Zahlen und Grafiken zur Corona-Entwicklung haben wir hier für Sie zusammengefasst:

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dpa, MDR/Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 07. März 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

DermbacherIn vor 5 Wochen

Dieses Interview auf Phönix fand ich spannend:

https://www.ardmediathek.de/phoenix/video/corona-nachgehakt/gibt-es-eine-alternative-zum-lockdown/phoenix/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTIxMmQ2MDE1LTc1NTctNDUzOS05NzZlLWQ5NGJlMmNlNWY4OA/

In Deutschland starben je nach Bundesland zwischen 50 und 75 Prozent in den Pflegeheimen.
Professor Detlev Krüger deutet es vorsichtig an:
Statt Millionen die Existenzgrundlage zu rauben und sie dann staatlich zu alimentieren, hätte es vermutlich gereicht, einen Bruchteil der Summe in Personal und Infrastruktur in die Alten- und Pflegeheime zu investieren.
Besonders vulnerable Gruppen geschützt (nicht, weggesperrt) - alle anderen führen ihr normales Leben weiter, waschen sich öfters die Hände und halten etwas mehr Abstand.

DermbacherIn vor 5 Wochen

Der Inzidenzwert ist wissenschaftlich nicht haltbar, er spiegelt nicht das wirkliche Krankheitsgeschehen wieder.
Infektionsrate ist nicht gleich Krankheit und schon gar nicht Tod.
Wird langsam Zeit, die Hysterie runterzufahren.

DermbacherIn vor 5 Wochen

Nicht der Staat kapituliert, sondern die derzeitige Bundesregierung. Sie hat in jeglicher Hinsicht bei der Bekämpfung der Pandemie versagt. Dass die Regierung in 2020 mehr Glück als Verstand hatte, beweist sie jetzt. Wären nicht im September Wahlen müsste man den Rücktritt der gesamten Regierung und Neuwahlen fordern.

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