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Kita-Kinder müssen seit Montag nicht mehr regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Bildrechte: dpa

Corona-LageSachsen-Anhalt: Regelmäßige Tests in Kitas entfallen

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 02. Mai 2022, 11:10 Uhr

Kita-Kinder müssen seit Montag nicht mehr regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Künftig wird nur noch anlassbezogen getestet. Die übrigen Regeln zum Basisschutz hat das Land bis Ende Mai verlängert. Zudem begrüßt Gesundheitsministerin Grimm-Benne eine verkürzte Quarantäne von fünf Tagen.

Sachsen-Anhalt hat am Montag die regelmäßigen Corona-Tests in Kitas eingestellt. Nachdem sich Schulkinder im Land schon seit Anfang vergangener Woche nicht mehr auf das Coronavirus testen müssen, entfallen nun auch die regelmäßigen Tests in Kindertagesstätten.

In Kitas werde nur noch anlassbezogen getestet, um bei einem Infektionsfall oder -verdacht den Betrieb der Einrichtung aufrechtzuerhalten, teilte das Sozialministerium mit. Bei einem Corona-Fall in einer Kohorte sollen künftig alle Personen, die die Kita weiter besuchen dürfen, sowie die Erzieherinnen und Erzieher an fünf aufeinanderfolgenden Tagen Coronatests durchführen. Für die Umsetzung dieser sogenannten "Test-to-Stay-Strategie" bekommen die Kitas dem Ministerium zufolge vorerst einen Test pro Woche für die Kinder und für die Beschäftigten zur Verfügung gestellt.

Bisher wurden den Kitas pro Woche und pro Kind zwei Tests zur Verfügung gestellt. Dafür habe das Land rund 9,5 Millionen Euro ausgegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt seien seit Jahresbeginn etwa 4,9 Millionen Tests ausgegeben worden.

Die übrigen Regeln zum "Basisschutz" bleiben bestehen. Das Land hat die aktuelle Eindämmungsverordnung bis zum 28. Mai verlängert. Sie wäre Ende April ausgelaufen.

Inzidenz unter 600

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist laut Robert Koch-Institut (RKI) weiter gesunken und lag am Montag bei 576,8. Am Samstag war die Inzidenz mit 595,1 erstmals wieder unter 600 gefallen. Zu Beginn der vergangenen Woche lag der Wert noch über der 900er Schwelle.

Die höchste Inzidenz verzeichnet aktuell der Altmarkkreis Salzwedel mit 1.118,7. Es ist der einzige Landkreis mit einem Wert über 1.000. Die niedrigsten Inzidenzen wurden aus den Landkreisen Wittenberg (393) und Anhalt-Bitterfeld (386,1) und aus dem Salzlandkreis (374) gemeldet.

Das RKI weist darauf hin, dass die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionsentwicklung liefert, da zunehmend weniger Gesundheitsämter und Bundesländer an den Wochenenden Daten übermitteln. Tagesaktuelle Schwankungen sollten daher – insbesondere am Wochenende und zu Wochenbeginn – nicht überbewertet werden.

213 neue Corona-Fälle

Innerhalb von 24 Stunden wurden aus Sachsen-Anhalt 213 neue Corona-Fälle gemeldet. Am Samstag waren noch mehr als 2.000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Am Montag wurde zudem kein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus registriert, am Sonntag war es einer gewesen. Somit liegt die Zahl der mit oder an dem Virus gestorbenen Menschen im Land bei 5.254.

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Grimm-Benne für verkürzte Quarantäne

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) befürwortet die Entscheidung des Bundes, die Quarantäne bei einer Corona-Infektion auf fünf Tage zu verkürzen. Die verkürzte Quarantäne sei zum Sommer hin bei zunehmender Immunisierung der Bevölkerung und dem leichteren Verlauf der Omikron-Welle geboten, sagte sie MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag.

Man wolle auch, dass die Bundesländer einheitlich den Empfehlungen folgen. Wichtig ist laut Grimm-Benne noch die Frage des Freitestens. Sie persönlich halte es für wichtig, dass man sicher negativ sei, wenn man zurück zur Arbeit gehe. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Freitag angekündigt, dass die Quarantäne auf fünf Tage begrenzt werden soll.

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MDR (Fabienne von der Eltz, Cornelia Winkler), dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 02. Mai 2022 | 08:30 Uhr

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