Ergebnisse des Corona-Gipfels Sachsen-Anhalt verlängert Lockdown

Sachsen-Anhalt bleibt im Corona-Lockdown. Das ist das Ergebnis des Bund-Länder-Gipfels. Kontaktbeschränkungen gelten bis zum 7. März hinein. Noch im März sollen Schulen und Kitas wieder öffnen. Auch Friseur-Geschäfte dürfen wieder Kundinnen und Kunden empfangen.

Ein Plakat weist neben den Türmen der Marktkirche auf das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung hin
Der Shutdown in Sachsen-Anhalt verlängert sich noch bis in den März hinein. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt wird noch bis in den März hinein im Corona-Lockdown bleiben. Das hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Mittwochabend auf einer Pressekonferenz erklärt. Zuvor waren die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel zu Gesprächen zusammengekommen.

Die Kontakt- und Reisebeschränkungen sowie die Maskenpflicht müssten deswegen noch bis in den März hinein beibehalten werden, heißt es. Bis zum 7. März gelten die jetzigen Beschränkungen. Ursprünglich wollte das Bundeskanzleramt den Lockdown noch einmal um einen ganzen Monat bis zum 14. März verlängern, erklärte Haseloff.

Jetzt Ziel Inzidenz 35

Weitergehende Lockerungen des Lockdowns etwa im Handel oder für die Gastronomie sollen nun erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 beschlossen werden. Über solche Lockerungen solle dann Anfang März in einem weiteren Bund-Länder-Gipfel beraten werden, sagte Haseloff am Mittwochabend. Bisher galt als politisches Ziel für Lockerungen eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50.

Es hängt nun von uns ab, wie schnell wir Inzidenzenwerte von 50 und dann 35 erreichen.

Reiner Haseloff

Bund und Länder wollen zudem ein früheres Impfen von Lehrerinnen und Lehrern und Erzieherinnen und Erziehern gegen Covid-19 prüfen lassen. Sie würden damit bei den Impfungen in die Prioritätsstufe 2 aufrücken. Bereits vergangene Woche hatte Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner einen Plan vorgelegt, nachdem die Schulen im Land ab 1. März mit eingeschränkter Präsenz wieder öffnen sollen. Voraussetzung dafür seien geringe Corona-Inzidenzwerte.

Laut Tullner ist dann in den Grundschulen Regelbetrieb in festen Klassenverbänden, festen Räumen und mit festen Lehrern vorgesehen. Die weiterführenden Schulen könnten im Wechselmodell unterrichten. Auch die Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt solle ab März wieder öffnen dürfen

Auch Kitas sollen wieder öffnen

Auch die Kindertagesstätten in Sachsen-Anhalt könnten demnach ab März wieder öffnen. Das Landesgesundheitsministerium teilte bereits vergangene Woche mit, dass im Falle geringer Inzidenzwerte in den eingeschränkten Regelbetrieb übergegangen werde. Wichtig sei aber, den Infektionsschutz für die Beschäftigten sicherzustellen. So seien etwa in den Kitas regelmäßige Selbsttests angedacht.

Friseurgeschäfte dürfen ab 1. März öffnen

Ab dem 1. März dürfen außerdem die Friseurgeschäfte unter strikten Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Darauf einigten sich die Länderchefs mit der Kanzlerin am Abend. Friseure mussten in Sachsen-Anhalt Mitte Dezember mit Beginn des Lockdowns schließen.

Am Donnerstag will Ministerpräsident Haseloff die Ergebnisse der Bund-Länder-Schalte mit der Landesregierung beraten und in eine neue Landesverordnung umsetzen. Die soll dann die derzeitigen Regeln ab kommendem Montag ersetzen.

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7-Tage-Inzidenz erstmals wieder unter 100

Die Corona-Zahlen in Sachsen-Anhalt sind unterdessen weiter gesunken. Landesweit lag die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch, dem 10. Februar erstmals seit Ende November unter 100. Das teilte das Sozialministerium in Magdeburg am Dienstag mit.

MDR, Thomas Tasler, Frank Rugullis

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 10. Februar 2021 | 20:00 Uhr

18 Kommentare

Mike.... vor 35 Wochen

Die Egoisten sind nicht die Politiker, es sind die die trotz Mahnung nicht zu reisen, reisen und dabei das britische Virus nach Deutschland schleppen. Es sind die Querdenkenden, die denken die schlausten zu sein aber was denken heißt wissen die nicht. Dann hätten die gedacht. Ok, halte ich 4 Wochen das maul und lass es sein. Aber nein, trotz versammlungsverbot wird quer durch Deutschland gereist. Während andere sich dran halten und trotz Privatinsolvenzgefahr ruhig sind um den scheiss schnell zu beenden. Aber es war für die deutschen schon immer einfach, das Übel da zu suchen wo man Namen hat.

det57 vor 36 Wochen

Tja, so schnell geht das, Tür zu in Berlin, Niedersachsen hat ein Herz für Floristen, die Blumengeschäfte dürfen am Sonnabend öffnen, da ja am Sonntag Valentinstag ist. Schleswig-Holstein zieht am 1.3. nach und öffnet auch. Ich darf in MD nicht öffnen, obwohl unter 50. Für den 8.März sehe ich auch schon schwarz, es sei denn es geschehen noch Wunder. So kann man auch ein Geschäft nach 25 Jahren ruinieren. Es lebe der Föderalismus!

Fischlein vor 36 Wochen

Hallo MDR Team,
Ich denke das ist etwas unglücklich ausgedrückt von Faultier. Kritik kann man sicher äußern nur wird diese in Entscheidungen der Politik nicht mit einbezogen. Im Gegenteil, sobald man anderer Meinung ist wird sofort von Corona Leugner, Verschwörungstheoretiker o. Ä. gesprochen. Und das ist nicht gut.......!

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