Corona-Schutzmaßnahmen Sachsen-Anhalt verlängert den Shutdown bis Mitte Februar

Der Shutdown in Sachsen-Anhalt wird bis Mitte Februar verlängert. Damit schließt sich Sachsen-Anhalt den Ergebnissen der Bund-Länder-Gepräche an. Am Mittwoch will die Landesregierung eine konkrete Verordnung beschließen. Außerdem sollen medizinische Masken in Geschäften und dem öffentlichen Nahverkehr zur Pflicht werden.

FFP2-Masken
Der Shutdown in Sachsen-Anhalt verlängert sich noch bis Mitte Februar. Bildrechte: dpa

Der Shutdown wird in Sachsen-Anhalt noch bis zum 14. Februar verlängert. Das hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstagabend auf einer Pressekonferenz erklärt. Zuvor waren die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel zu Gesprächen zusammengekommen.

Das ändert sich in Sachsen-Anhalt

  • Dort, wo Menschen im öffentlichen Raum eng aufeinandertreffen, soll eine Pflicht zum Tragen medizinischer Masken eingeführt werden. Beispielsweise in Geschäften oder in Bus und Bahn wären damit selbstgenähte Stoffmaske nicht mehr gültig. Ob dann auch kostenlose Masken zur Verfügung gestellt werden, erklärte die Landesregierung nicht.

  • Der öffentliche Nahverkehr soll weiter entzerrt werden, damit vor allem zu Spitzenzeiten weniger Menschen zusammenkommen.

  • In Altenheimen sollen FFP2-Masken zur Pflicht werden.

  • In Hotspots mit besonders hohen Infektionszahlen sollen noch strengere Maßnahmen ergriffen werden. Um welche Maßnahmen es dabei genau geht, will die Landesregierung am Mittwoch in einer Kabinettsitzung festlegen.

Um diese Ziele zu erreichen und konkrete Maßnahmen zu formulieren, muss die Landesregierung die aktuelle Verordnung entsprechend ändern. Dazu wird am Mittwoch eine weitere Kabinettsitzung stattfinden. Die neue Änderung der aktuellen Landesverordnung soll am Freitag, dem 22. Januar, in Kraft treten.

Die Landesregierung hofft laut Ministerpräsident Haseloff, dass die Corona-Infektionszahlen durch die neuen Maßnahmen bis Mitte Februar so stark sinken, dass eine Nachverfolgung der Infektionsketten zumindest vorstellbar ist. Mit der aktuell gültigen Verordnung waren die Infektionszahlen nur langsam gesunken.

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Das gilt auch weiterhin in Sachsen-Anhalt

Zuletzt waren die Corona-Maßnahmen in Sachsen-Anhalt am 11. Januar verschärft worden. Seitdem gelten folgende Regeln:

  • Kontaktbeschränkungen: Ein Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren haushaltsfremden Person treffen.

  • 15-Kilometer-Radius: Einwohnerinnen und Einwohner eines Landkreises mit einem Inzidenz-Wert von über 200 dürfen sich nur noch innerhalb eines 15-Kilometer-Radius von ihrem Wohnort entfernen. Das gilt, wenn die Inzidenz über fünf Tage hinweg den Wert überschreitet. Der Radius gilt ab der Gemeinde- oder Verbandsgemeindegrenze. Die Maßnahme müssen die Landkreise beschließen.

  • Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungsbetriebe werden geschlossen oder eingeschränkt. Geöffnet bleiben unter anderem Lebensmittelmärkte, Apotheken, Drogerien, Optiker, Tankstellen, Banken, Waschsalons, Buchhandlungen und Einrichtungen, die medizinisch notwendige Behandlungen anbieten

  • Schulen und Kitas bleiben bis Ende Februar geschlossen, als Ausnahme gilt Notbetreuung und Präsenzunterricht für Abschlussklassen.

  • Betriebskantinen werden, wo möglich, geschlossen. Arbeitgeberinnen und -geber sollen Angestellen im besten Fall die Arbeit von zu Hause aus ermöglichen.

Quelle: MDR/aso, mx

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 19. Januar 2021 | 20:00 Uhr

9 Kommentare

Nelke vor 21 Wochen

Die Gralshüter des Gesundheitsschutzes sind Dieselben, die trotz begründeter Warnungen die Fallpauschalen für Krankenhäuser einführten. Die Folgen zeigt die Nachricht vom OP-Skandal in Gardelegen. Personalmangel, Schließung von Krankenhäusern, hohe Fallpauschale für invasive Beatmung, jedoch keine ausreichende Kapazität für anschließend erforderliche Reha usw. Der ständige Alarmismus mit kopflosen Scheinaktivitäten auf dem Rücken der Bürger dürfte der Dämpfung der Pandemie kaum dienlich sein. Im Februar und März 2020 gab es keine Masken. Einführung der Maskenpflicht im April im Rahmen angeblicher "Erleichterungen". Statt im Sommer die Maskenpflicht mit Hinweis auf die wahrscheinliche Notwendigkeit der Wiedereinführung im Winter weitgehend abzuschaffen, hat man uns eingeimpft, im Gegenüber den Corona-Gefährder zu sehen. Ohne Zehntausende, die selbst Masken nähten, hätte es im April nicht genug davon gegeben. Das ist nun der Dank der Politik für diese Initiative.

MD Mike vor 22 Wochen

Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Da sitzen unsere Fürsten Stunden zusammen und raus kommt das wir FFP Masken brauchen und das der Lockdown mal wieder verlängert wird.
Macht doch gleich bis 31.12.20??? Alles zu dann freuen wir uns wenn doch wieder geöffnet wird.
So motiviert man Menschen.
Das ist hier beim MDR mein letzter Kommentar zu Covid 19.
Ich will das nicht mehr hören.

Nur mal so vor 22 Wochen

Für mich wird es immer deutlicher, die Politik hat ( und tut es immer noch ) beim Umgang und der Bekämpfung der nicht zu leugnenden Pandemie versagt. Das begann im Frühjahr mit dem Erkennen der wirklichen Gefahr. Unfähigkeit bei der Beschaffung von Masken bis hin zur Organisation der Impfung - eine Panne folgte auf die andere. Was wurde einst nicht alles erkannt und versprochen? Von Defiziten im Krankensystem und der Pflege bis hin zur Digitalisierung im Bildungswesen - jede Menge Versprechungen! Dafür gefiel man sich in der Umsetzung parteipolitischer Interessen und im Machtkampf um Merkels Erbe. Stichwort " ich kann Kanzler "Nicht zu vergessen , die Unterstützung des Großkapitals. Die Allgemeinheit wurde zu Hause eingesperrt und viele kleine Selbständige allein gelassen. Wirkliche Pläne bzw Vorgehensweisen, wie man in Zukunft mit Pandemien umgehen will....... Fehlanzeige! Wir sperren dieses unbelehrbare Volk erstmal ein - ist doch einfach!

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