Reaktionen nach verlängerten Corona-Maßnahmen Gastro-Branche fürchtet Pleitewelle wegen Corona

Mit den verlängerten Corona-Maßnahmen steht fest, dass Geschäfte, Hotels und Gaststätten vorerst geschlossen bleiben. Die Gastro-Branche befürchtet Pleitewellen. Sie fordert, dass Finanzhilfen schnell ausgezahlt werden.

Freie Sitzplätze vor Cafés in der Kleinen Ulrichstaße in Halle
Restaurants dürfen seit November nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Maria Hendrischke

Die Gastronomie- und Hotelbranche in Sachsen-Anhalt befürchtet große Probleme wegen der verschärften und verlängerte Corona-Schutzmaßnahmen. Der Präsident des DEHOGA-Landesverbandes, Michael Schmidt, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, wenn der Staat nicht schnell helfe, werde es eine Pleitewelle geben. Die Novemberhilfen müssten jetzt dringendst ausgezahlt werden. Das sei wichtig, damit die Firmen zahlungsfähig blieben und ihre Existenz sicherten.

Hotels und Gaststätten sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind bereits seit November geschlossen.

Kommunen fürchten um fehlende Einnahmen

Wegen der geschlossenen Geschäfte in den Innenstädten schlägt auch der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt Alarm. Demnach fürchten die Kommunen um den Ausfall an Gewerbesteuern. Denn: Wenn die Geschäfte kein Geld verdienen, zahlen sie auch keine Steuern. Zudem sorgt sich der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt um die Lebendigkeit der Innenstädte. Geschäftsführer Jürgen Leindecker sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Eine Stadt lebt von Handel und Wandel. Wenn das nicht mehr funktioniert, ist das eine Bedrohung für die Personen selbst und aber auch eine Bedrohung für die Urbanität der Stadt."

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Corona-Maßnahmen bis Ende Januar verlängert

Am Dienstag hatten Bund und Länder beschlossen, die Corona-Maßnahmen zunächst bis Ende Januar zu verlängern. So sollen private Treffen nur noch mit einer Person außerhalb des eigenen Hausstandes erlaubt sein. In Landkreisen mit hohen Infektions-Zahlen soll zudem der Bewegungs-Radius auf 15 Kilometer um den Wohnort eingeschränkt werden.

Quelle: MDR/sp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. Januar 2021 | 12:00 Uhr

12 Kommentare

Denkschnecke vor 41 Wochen

"Noch immer ist keine erhöhte Sterblichkeit nachweisbar" Das ist falsch. Längst ist gerade in stark durch COVID-19 betroffenen Regionen eine Übersterblichkeit im Herbst nachgewiesen. Das einzige was stimmt, ist dass es noch keine offizielle Gesamtzahl für 2020 gibt - aber das Jahr ist ja auch gerade erst zuende.

nie wieder cdu vor 42 Wochen

Gastro-Branche fürchtet Pleitewelle wegen Corona, Einzelhandel und Friseure sind genau so betroffen. Ich sage, dass sie selber Schuld sind. Ihre Bosser in den Gewerkschaften haben alle ein Parteibuch in der Tasche und raten von klagen ab.
Alle Betroffenen schließen für immer und melden die Beschäftigten nicht in Kurzarbeit. So müssen sich alle arbeitslos melden.
Wer sich nicht zur Wehr setzt, der sollte nicht jammern.
Alle haben vernünftige Konzepte entwickelt und Kosten auf sich genommen um weiter zu arbeiten. Wenn das Politiker nicht wollen, dann müssen sie die Konsequenzen ziehen und die hohe Zahl von Arbeitslosen verkraften.

Soldaten Norbert vor 42 Wochen

Ich glaube, dass grosse Teile der Bevölkerung die Tragweite der fragwürdigen Maßnahmen der Regierung noch gar nicht bewußt werden. Noch immer ist keine erhöhte Sterblichkeit nachweisbar. Natürlich sterben ältere Personen an oder mit dem Virus. Was immer das auch heisst. Aber das ist besonders in den Wintermonaten auch nicht neu. Ob man damit aber eine totale Stilllegung einer Gesellschaft und die Einschränkung von Grundrechten rechtfertigen kann, darf in Frage gestellt werden. Die Rechnung wird immens, wir alle werden dafür mächtig "bluten" müssen. Eigentlich wie immer. Wenn ich dagegen die Börse so betrachte, stehen ja die Gewinner der Maßnahmen gegen dieses Virus schon fest. Die Machtfülle von Herrschenden in Politik und Wirtschaft nehmen langsam unangenehme Tendenzen an.

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