Corona-Daten-Newsletter | Freitag, 5. Februar 2021 Hoffnung für Kulturschaffende

Johanna Daher
Bildrechte: MDR/Marieke Polnik

Heute im Newsletter: Wir schauen auf die Situation der Kulturschaffenden. Denn für diese Branche sind neue Hilfen geplant und ein Neustart-Termin steht im Raum.

Umgebaute Sitzreihen zur Einhaltung der Abstandsregeln im Berliner Ensemble
Viele Kulturschaffende haben Sorge, ihre Existenz zu verlieren, da beispielsweise ihre Einrichtungen seit dem Lockdown geschlossen sind. Bildrechte: MDR/imago images / photothek

Guten Abend liebe Leserinnen und Leser!

Heute möchte ich mit Ihnen an den gestrigen multimedialen Newsletter anknüpfen. Da hatten wir ja über die Eventim-Diskussion und mögliche nicht-digitale Veranstaltungen 2021 geredet. Jetzt soll es um Kulturschaffende gehen – denn es gibt News in Sachen "Neustart" und finanzielle Hilfen. Deshalb schauen wir uns heute an: 

  • Finanzielle Unterstützung für Kulturschaffende
  • Personen der Kultur-Branche erzählen
  • Wie geht es weiter?

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Als erstes möchte ich Ihnen von einer schönen Geschichte erzählen, die sich in Halle ereignet hat. Dort haben Sven Sandow und Dirk Braungardt, die an der Oper Halle arbeiten, die Hilfsaktion "Kunst fürs Kino" ins Leben gerufen. Dabei werden Kunstwerke online versteigert, das Geld geht an drei Programmkinos in Halle. Das bedeutet: Kulturschaffende unterstützen Kulturschaffende – richtig stark! Das ist auch wichtig, denn: "Zum jetzigen Stand würde ich sagen, wenn gar nichts passiert, vielleicht noch 2 Monate", schätzt Betreiber Torsten Raab die Überlebenschancen seines Puschkinos ein.

Personen der Kultur-Branche erzählen

Neben den Hallensern, möchte ich Ihnen noch vier weitere Geschichten von  Kulturschaffenden vorstellen, damit Sie einen kleinen Einblick in die Kultur-Branche in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen bekommen:

Finanzielle Unterstützung für Kulturschaffende

So wie Torsten Raab geht es dem Großteil der Kulturschaffenden wegen der Corona-Krise. Theater, Museen und Kinos sind geschlossen, Kunstausstellungen und Messen nicht vor Ort möglich. Deshalb hatte es beispielsweise die Novemberhilfen gegeben, die unter anderem von den soloselbständigen Künstlern stark kritisiert wurden. Jetzt sind neue finanzielle Hilfen geplant:

In Sachsen-Anhalt hat die Linksfraktion den Antrag "Kahlschlag für die Kultur– und Veranstaltungsbranche abwenden" eingebracht, der jetzt im Landtag beschlossen wurde. Ihr parlamentarischer Geschäftsführer Stefan Gebhardt kommentiert:

Der Beschluss unseres Antrags erfreut uns, weil damit endlich ein Hoffnungsschimmer für die Kulturschaffenden und die Veranstaltungsbranche in Sachsen-Anhalt aufkommt. In dem Antrag vom November 2020 haben wir die Landesregierung aufgefordert, existenzsichernde Maßnahmen für Solo-Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen im Kulturbereich, insbesondere für Club- und Diskothekenbetreiber*innen, zu schaffen.

Stefan Gebhardt, parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE

Und auch auf Bundesebene sind weitere finanzielle Mittel geplant. Es geht dabei um das Programm "Neustart Kultur", das um eine Milliarde Euro aufgestockt wird. Staatsministerin Monika Grütters (CDU) betont: "Wir wollen unsere einzigartige kulturelle Vielfalt stützen, schützen und über den neuerlichen Lockdown retten."

Aber wie geht es mit der Kultur während der Corona-Krise weiter? Das lässt sich leider noch nicht genau sagen. Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch hat bisher nur eine Möglichkeit skizziert – sie setzt auf einen Neustart der Kultur ab März. Die Kultureinrichtungen könnten bei entsprechend niedrigen Infektionszahlen schrittweise wieder öffnen, wobei die Theater längeren Planungsvorlauf brauchten, sagte die CDU-Politikerin heute. Ob der Zugang zur Kultur tatsächlich ab 1. März möglich ist, entscheidet sich nächste Woche. Nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung für den Freistaat bleiben Museen und Theater bis zum 28. Februar geschlossen.

Auf einen Blick: Die aktuellen Zahlen

Dem Robert Koch-Institut (RKI) sind am Freitag, den 5. Februar 2021 bundesweit 12.908 neu positiv Getestete gemeldet worden (Stand 8:30 Uhr).

Die meisten Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gab es heute in Nordrhein-Westfalen (+2.814)Bayern (+1.984) und Niedersachsen (+1.567). Die niedrigsten Werte wurden aus Bremen (+129) und dem Saarland (+204) gemeldet.

Die höchsten 7-Tage-Inzidenzen laut RKI verzeichnen Thüringen (146), Sachsen-Anhalt (119) und das Saarland (117).

Und so sehen die aktuellen Zahlen unserer drei Bundesländer aus:

Thüringen

  • Aktive Fälle: 7.456 ↘ (-482 zum Vortag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 174 (-3), davon 93 beatmet (-1)
  • Intensivbetten: 644 belegt, 91 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 2.385 (+16)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 58.530 (+981)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 68.371 (+515)

Sachsen

  • Aktive Fälle: 10.835 ↘ (-463 zum Vortag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 326 (-14), davon 175 beatmet (+/-0)
  • Intensivbetten: 1.207 belegt, 410 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 6.778 (+74)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 166.400 (+1.050)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 184.013 (+661)

Sachsen-Anhalt

  • Aktive Fälle: 6.009 ↘ (-146 zum Vortag)
  • COVID-19-Intensivpatienten: 148 (-6), davon 86 beatmet (-7)
  • Intensivbetten: 748 belegt, 82 frei
  • Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19: 1.978 (+32)
  • Schätzung der genesenen Patienten: 46.377 (+531)
  • Gesamtzahl aller positiv Getesteten: 54.364 (+417)

Schönes Wochenende!

Ich hoffe, Sie hatten eine schöne Woche und starten gut ins Wochenende. Passen Sie beim kommenden, schneereichen Unwetter auf sich auf! Am Montag ist dann meine Kollegin Alisa Sonntag für Sie da.

Bis bald!

Ihre Johanna Daher

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 04. Februar 2021 | 19:00 Uhr

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