Noch keine Details zu genauer Umsetzung Ab Montag: Testpflicht für Beschäftigte und Besucher in Pflege-Einrichtungen

Testpflicht und Einschränkungen für Besuche: In den Pflege- und Altenheimen in Sachsen-Anhalt werden die Corona-Regeln noch einmal verschärft. Die neuen Maßnahmen sehen unter anderem eine Testpflicht für Besucherinnen und Besucher vor. Wie genau das funktionieren soll, hat die Staatskanzlei aber noch nicht mitgeteilt.

Zwei Altenpflegerinnen stehen im Seniorenheim Pauline-Krone-Heim der Altenhilfe Tübingen für einen Antigen-Corona-Schnelltest im Zimmer eines Bewohners.
Schärfere Regeln in Alten- und Pflegeheimen: Sie treten ab Montag in Kraft. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

In Alten- und Pflegeheimen in Sachsen-Anhalt gelten ab Montag landesweit schärfere Corona-Regeln. Das hat die Staatskanzlei am Freitag mitgeteilt. In einer Mitteilung hieß es, ab Montag dürfe jeder Bewohner von Pflegeeinrichtungen nur noch einen Besucher pro Tag empfangen. Die Besucher müssten dabei Mund-Nasen-Schutz tragen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, darauf habe sich seine Regierung am Freitagmorgen angesichts noch immer steigender Fallzahlen geeinigt.

Die Regeln gelten landesweit für alle Pflegeeinrichtungen. Dass in einigen Heimen schon jetzt Besuchsverbote gelten, war auf den jeweiligen Betreiber zurückzuführen.

Testpflicht für Besucher und Beschäftigte

Die neuen Regeln sehen demnach außerdem eine Testpflicht vor, für Besucher und auch für Beschäftigte in den Einrichtungen: Sie haben sich demnach mindestens zwei Mal in der Woche einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Das gelte auch für Beschäftigte von ambulanten Pflegediensten. Wie genau Besucher getestet werden sollen, dazu machte die Staatskanzlei bislang keine Angaben.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte der Mitteilung zufolge, das Risiko eines Corona-Ausbruchs in Senioren- und Behinderteneinrichtungen müsse gesenkt werden. "Ältere Menschen müssen stärker vor Infektionen geschützt werden. Zugleich wollen wir Vereinsamung und Isolation vermeiden", sagte Grimm-Benne.

Reiner Haseloff
Bildrechte: dpa

Unterm Strich soll klar sein, dass wir deutlich noch mal die Intensität der Kontakte herunterfahren müssen, damit wir das, was an Dynamik jetzt drin ist, nicht nur abbremsen, sondern umdrehen.

Reiner Haseloff, CDU Ministerpräsident

Die Corona-Schnelltests in der Altenpflege werden der Landesregierung zufolge über die Pflegekassen abgerechnet. In Einrichtungen der Eingliederungshilfe soll die Kassenärztliche Vereinigung die Tests zahlen.

Corona-Regeln für Weihnachten werden Dienstag beschlossen

Haseloff kündigte außerdem an, dass seine Regierung kommende Woche Dienstag über die Corona-Beschränkungen zu Weihnachten und über den Jahreswechsel entscheiden will. Dann werde eine neue Verorndung vorgestellt, sagte der Regierungschef MDR SACHSEN-ANHALT. Sie soll unter anderem Regeln, dass in sogenannten Hotspots die Aktivitäten an Schulen "heruntergefahren" werden. Details dazu gibt es bislang nicht.

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Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. Dezember 2020 | 11:00 Uhr

2 Kommentare

ElBuffo vor 40 Wochen

Das passt wieder mal zu dem planlosen Vorgehen der Regierung. Irgendwas raushauen, aber eben keinen Plan, wie es gehen soll. Sollen die heillos überlastet Heime nun auch noch eine Fachkraft für die Schnelltests abstellen? Grundsätzlich ist die Testerei begrüßenswert. Soll ja in Tübingen Teil einer sehr erfolgreichen Strategie sein. Leider hat der OB dort seinen eigenen Kopf, was wiederum anderen quer im Magen liegt. Vielleicht kann man trotzdem rausbekommen, wie die das wippen. Ach, ich ahne es schon. Keine Fälle, keine Überlastung.

jackblack vor 40 Wochen

War heute wieder bei Pfeifers in MD, dort wird seit 2 Wochen getestet und das klappt SEHR GUT.

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