Corona-Lage | 15. April 2021 Inzidenz im Burgenlandkreis überschreitet 400

Die Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt steigen weiter. Am Donnerstag meldet das Gesundheitsministerium 799 Neuinfektionen im Land – fast 100 mehr als am gleichen Tag in der Vorwoche. Besonders betroffen ist weiterhin der Burgenlandkreis.

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Animation einer Corona Viruszelle
Der Burgendlandkreis weist weiterhin die höchsten Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt auf. Bildrechte: imago images/Panthermedia

Das Sozialministerium vermeldet für Sachsen-Anhalt am Donnerstag 799 Corona-Neuinfektionen. Das sind fast 100 mehr als im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche (710). Zudem seien 16 neue Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt nach Ministeriumsangaben auf 210. Vor einer Woche lag er bei rund 148. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen positiv auf Corona getestet wurden. Beim Robert-Koch-Institut (RKI) wird die Inzidenz für Sachsen-Anhalt mit 190 angegeben. Die Differenz hängt mit unterschiedlichen Meldezyklen zusammen.

Landesweiter Spitzenreiter ist der Burgenlandkreis mit einer Inzidenz von 408 (Sozialministerium) beziehungsweise 321 (RKI). Der Saalekreis, die Stadt Halle und die Landkreise Mansfeld-Südharz und Stendal weisen nach RKI-Angaben ebenfalls eine Inzidenz von mehr als 200 auf. Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat als einziger im Land einen Wert unter 100 (66,3).

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag am Donnerstag laut RKI bei 160,1, es waren mehr als 29.400 Fälle gemeldet worden. Sachsen-Anhalt hat nach den Nachbarländern Thüringen (259,2) und Sachsen (235,3) bundesweit das höchste Infektionsgeschehen.

Impfungen für Wahlhelfer

Ehrenamtliche Wahlhelfer bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt können vorrangig gegen Corona geimpft werden. Darauf haben sich Landeswahlleiterin Christa Dieckmann und das zuständige Sozialministerium verständigt. Dieckmann erklärte, der Schutz der Personen, die dieses wichtige Ehrenamt für die Demokratie ausübten, habe Priorität. Insgesamt würden in Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 6. Juni mehr als 20.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer benötigt.

Die Zahl der bisher durchgeführten Erstimpfungen in den Impfzentren liegt nach Angaben des Sozialministeriums bei 363.470 (16,6 Prozent). Dazu kommen noch 45.179 (2,1 Prozent) Impfungen der niedergelassenen Ärzteschaft. Damit beträgt die Quote für die Erstimpfungen laut Robert Koch-Institut landesweit 18,7 Prozent und für Zweitimpfungen 5,5 Prozent.

Nur noch wenige Betten auf Intensivstationen frei

Die Lage auf den Intensivstationen in Sachsen-Anhalt ist nach Ansicht der Krankenhausgesellschaft dramatisch. Wie der Referent für Medizin, Gerd Burkhard, MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag sagte, haben die Kliniken die Situation zwar noch im Griff. Es sei aber nur ganz wenig Luft nach oben. Setze sich der derzeitige Trend fort, werde man sich unter Umständen auch außerhalb Sachsen-Anhalts um Hilfe bemühen müssen. Es müsse aber niemand Angst haben, dass er nicht behandelt werde.

Aktuell sind von den etwa 827 Intensivbetten in Sachsen-Anhalt 710 belegt, 142 davon mit COVID-19-Patienten. 74 von ihnen müssen beatmet werden. Dem Deutschen Intensivregister (DIVI) zufolge stehen noch mehr als 300 Betten für den Notfall bereit.

Quelle: MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15. April 2021 | 19:00 Uhr

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