Nach Corona-Lockdown Rückkehr in die Schulen in Sachsen-Anhalt

Nach rund drei Monaten sind in Sachsen-Anhalt am Montag Kinder und Jugendliche in die Schulen zurückgekehrt. In Grundschulen wird nach dem Corona-Lockdown in festen Gruppen unterrichtet, an weiterführenden Schulen im Wechselmodell.

Schüler mit Schutzmasken betreten ein Schulgebäude
Unter Corona-Bedingungen hat am Montag wieder der Unterricht in Sachsen-Anhalt begonnen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Montagmorgen, kurz vor acht Uhr vor der Neumarkt-Schule in Halle: Alles sieht aus wie immer. Der einzige Unterschied zu Unterrichtstagen vor der Pandemie ist, dass die Kinder der Grundschule Masken tragen. Ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT ist am ersten Tag nach dem Lockdown vor der größten Grundschule Sachsen-Anhalts mit 380 Kindern unterwegs. Er berichtet von strahlenden Kinderaugen hinter bunten Alltagsmasken. Eltern berichten ihm vom Stress der vergangenen Wochen, von Erleichterung aber auch von Bedenken, wenn an der Schule doch ein Corona-Fall auftreten sollte.

Zwei Frauen hantieren in einer Turnhalle mit Testsets
Am Magdeburger Domgymnasium wurde vor Unterrichtsbeginn getestet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am Domgymnasium in Magdeburg werden am Montagmorgen alle Schüler getestet. Das Ergebnis gibt es nach 15 Minuten auf eine spezielle App, die sich jedes Kind und jeder Jugendliche heute Morgen auf das Handy geladen hat. Wie Andreas Richter von der Spieß Netzwerk GmbH weiter erläutert, werden in der App die persönlichen Daten hinterlegt, die in einem Corona-Infektionsfall wichtig werden. Die Daten werden demnach nur in der App und verschlüsselt gespeichert. Dort wird ein QR-Code generiert, mit dem sich die Schülerinnen und Schüler an den Impfstationen ausweisen können. Das Testergebnis kommt nach einer Viertelstunde per Mail und wird automatisch für 48 Stunden in der App hinterlegt.

Eine App, die auch fürs Kino funktionieren würde

Das Domgymnasium wendet damit ein System an, mit dem man später theoretisch auch wieder ins Kino oder ins Restaurant könnte. Direktor Dietrich Lührs sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man wolle den Kindern und Jugendlichen damit ein Stück Sicherheit geben. Der zeitliche Aufwand sei enorm, aber es lohne sich, die Zeit zu investieren.

Kein Präsenzunterricht im Burgenlandkreis

In Sachsen-Anhalts Grund- und Förderschulen wird seit Montag in festen Gruppen wieder unterrichtet. Alle älteren Jahrgänge lernen im sogenannten Wechselmodell. Dafür werden sie in Gruppen aufgeteilt und werden im Wechsel in der Schule oder Zuhause unterrichtet. Damit das greift, muss der Landkreis oder die kreisfreie Stadt fünf Tage hintereinander eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 200 aufweisen. Der Burgenlandkreis hatte wegen der hohen Zahl an Coronafällen angekündigt, frühestens am 8. März wieder mit dem Unterricht in den Schulen beginnen zu wollen.

MDR, dpa, Stefan Bringezu, Hagen Tober, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 01. März 2021 | 07:10 Uhr

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