Bund-Länder-Beratungen Corona-Maßnahmen: Kaum Änderungen für Sachsen-Anhalt

Die von Bund und Ländern abgesprochenen Änderungen der Corona-Maßnahmen haben kaum Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt. Wie die Landesregierung am Dienstag erklärte, stehen die meisten Punkte bereits in der Landesverordnung.

Verkehrsschild mit der Aufschrift Impfzentrum Stendal
Mit verschiedenen Maßnahmen soll die Impfbereitschaft verbessert werden. (Symbolbild) Bildrechte: MDR

Die von der Bundesregierung gemeinsam mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am Dienstag beschlossenen Änderungen der Corona-Maßnahmen haben kaum Auswirkungen auf Sachsen-Anhalt. Das haben Ministerpräsident Reiner Robra und Staatskanzlei-Chef Rainer Robra (beide CDU) nach den Gesprächen erklärt. Vieles was besprochen wurde, steht demnach schon in der aktuellen Landesverordnung.

3G-Regel ab 23. August

So soll ab dem 23. August die sogenannte 3G-Regel wieder greifen. Für viele Aktivitäten in Innenräumen müssen Besucher geimpft, von Covid-19 genesen oder negativ getestet sein. Die Regel gilt ab einer Inzidenz von 35. So ist es bereits in Sachsen-Anhalts Landesverordnung vorgesehen und greift beispielsweise ab Mittwoch im Landkreis Stendal.

Minister Robra sprach von einem "präventiven Ansatz", Haseloff nannte die Maßnahmen "rein prophylaktisch". Damit sollten schwierige Situationen im Herbst vermieden werden, so der Ministerpräsident weiter. Es gebe kein staatliches Agieren in Richtung Impfdruck. Jeder entscheide weiter selber. Robra erklärte, auf diese Weise einen weiteren Lockdown verhindern zu wollen.

Corona-Tests werden ab Mitte Oktober kostenpflichtig

Bund und Länder haben ebenfalls verabredet, dass die bisher kostenfreien Schnelltests für Ungeimpfte kostenpflichtig werden. Ausnahmen gibt es für Personen, die sich nicht impfen lassen können oder dürfen. Mit dieser Maßnahme soll die Impfbereitschaft in Deutschland verbessert werden. Die Tests werden ab dem 11. Oktober kostenpflichtig.

Nicht mehr allein Inzidenz soll ausschlaggebend sein

Die aktuelle Landesverordnung in Sachsen-Anhalt gilt bis zum 26. August. Bund und Länder wollen künftig nicht mehr allein die Inzidenz als Maßgabe für die Corona-Entscheidungen heranziehen. Darüber hinaus sollen laut Haseloff und Robra auch die Belegung der Intensivbetten, der Anteil der schweren Erkrankungen oder auch die Zahl der tödlichen Verläufe berücksichtigt werden. Die Ausgestaltung liegt in der Hand der Länder. Der Ministerpräsident kündigte an, davon Gebrauch machen zu wollen.

MDR/Mario Köhne; dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 10. August 2021 | 18:00 Uhr

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