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CoronaTotimpstoff Novavax ist Ladenhüter

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 15. April 2022, 10:02 Uhr

Der Impfstoff Novavax gegen das Corona-Virus wird in Sachsen-Anhalt kaum nachgefragt. Das hat das Gesundheitsministerium auf Nachfrage erklärt. Das Land hat seine Dosen bereits an den Bund zurückgeschickt. Die Ministerin kritisiert die weiter niedrige Impfquote.

Die Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff Novavax ist in Sachsen-Anhalt deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) MDR SACHSEN-ANHALT sagte, hat das Land am 24. Februar 39.000 Impfdosen des Totimpfstoffs vom Bund erhalten. Allerdings sei das Interesse an Novavax sehr verhalten gewesen. Man habe lediglich rund 2.300 Dosen davon verbrauchen können.

Auch kaum Nachfrage von medizinischem Personal

Die Impfquote in Sachsen-Anhalt habe sich nicht erhöht. Grimm-Benne sagte: "Wir bewegen uns immer schon, seit mehreren Wochen um die 72 Prozent, und das ist einfach zu wenig." Die Absicht bestand laut der Ministerin darin, vor allem ungeimpftem medizinischen Personal mit Novavax eine Alternative zu den bisherigen Impfstoffen anzubieten. Aber auch von diesem Personenkreis sei die Nachfrage gering gewesen.

Restliche Dosen bereits an Bund zurückgegeben

Da der gelieferte Impfstoff nur bis zum 31.Juli 2022 haltbar ist, habe man die nicht nachgefragten Impfdosen bereits wieder an den Bund abgegeben. Grimm-Benne: "Der finanzielle Schaden ist allerdings noch nicht zu beziffern." Sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass viele, die vorab erklärt hätten, sie würden auf einen sogenannten Totimpfstoff wie Novavax warten, das nur als Ausrede gebraucht hätten, um sich nicht impfen zu lassen.

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MDR (Ronald Neuschulz, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. April 2022 | 12:00 Uhr