Land setzte Beschlüsse um Die neuen Corona-Regeln: Das gilt ab Montag in Sachsen-Anhalt

Shoppen mit Termin, offene Kosmetikstudios, Öffnung von Museen und Gedenkstätten: Sachsen-Anhalt trägt die Beschlüsse aus den Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen mit. Das hat die Landesregierung am Donnerstag beschlossen. Weitergehende Pläne soll es in der kommenden Woche geben.

Corona-Einzelhandel
Im Einzelhandel könnte ab Montag mit Termin geshoppt werden. (Symbolbild) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Treffen von zwei Haushalten mit fünf Personen erlaubt

Neun Stunden hat die Schaltkonferenz zwischen Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel gedauert. Sie hatten am Mittwoch bis tief in die Nacht besprochen, wie es in der Corona-Pandemie weiter geht. Jetzt steht fest: Formal wird der Lockdown bis zum 28. März verlängert. Dennoch gibt es Lockerungen: Ab Montag darf sich ein Haushalt mit bis zu fünf Menschen aus einem Haushalt treffen. Das legt die neue Verordnung fest, die die Staatskanzlei am Sonntagabend veröffentlichte. Kinder bis 14 Jahre werden demnach nicht mitgezählt. Bisher ist nur ein Hausstand plus eine weitere Person erlaubt. Zudem regelt ab Montag ein Fünf-Stufen-Plan schrittweise Öffnungen für Handel, Sport und Kultur. Sachsen-Anhalt trägt diesen Plan mit. Das hatte die Landesregierung am Donnerstag entschieden.

Kosmetikstudios, Museen und Gedenkstätten können öffnen

Demnach dürfen am Montag auch Kosmetik-, Nagel- und Tattosstudios öffnen. Kunden müssen sich aber vorher anmelden. Das gilt auch beim Shoppen, das ab Montag unter dem Motto "click and meet" wieder mit Termin möglich ist. Auch Museen, Gedenkstätten und Galerien können wieder für Publikum öffnen. Dafür muss aber vorab ein Ticket gekauft werden.

Theater, Kinos und Außengastronomie ab 22. März möglich

Eine Tabelle zeigt verschiedene Öffnungsoptionen und Regeln, i Abhänigkeit von Inzidenzen
So sieht der beschlossene Stufenplan aus. Bildrechte: Bundesregierung

Der Fünf-Stufen-Plan ist abhängig von Inzidenzen und ihrer Dauer. Die Stufen können jeweils im Abstand von 14 Tagen greifen. Von der zuvor viel diskutierten 35er-Inzidenz ist in dem Beschluss nichts mehr zu lesen. Als Maßgabe wird nun eine Inzidenz von 50 genannt. Möglich sind Öffnungsschritte aber auch bei Inzidenzen zwischen 50 und 100 – dann jedoch mit strengeren Regeln, etwa Voranmeldungen oder Tests. Theater, Kinos und Außengastronomie sind beispielsweise theoretisch ab dem 22. März möglich.

Treffen von drei Haushalten je nach Inzidenz möglich

Die Zahl der Haushalte, mit denen eine Familie Kontakt hat, soll noch immer möglichst klein gehalten werden. Hier kommt dann doch wieder die 35er-Inzidenz ins Spiel: Wird sie unterschritten, dürfen sich insgesamt drei Haushalte mit bis zu zehn Personen treffen. Kontakte vermeiden gilt aber weiterhin.

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Ein kostenloser Schnelltest pro Woche und Person

Einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche soll ab Montag jeder in einem Testzentrum machen lassen können. Das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler sollen mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Präsenzwoche angeboten bekommen. Den Mitarbeitern von Unternehmen, die nicht im Homeoffice arbeiten, sollen die Arbeitgeber mindestens einen kostenlosen Schnelltest pro Woche ermöglichen.

Impfung bei Hausärzten

Das Impftempo soll erhöht werden. Deswegen werden ab Ende März oder Anfang April auch die Hausärzte mit dem Impfen gegen das Coronavirus beginnen. Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerium hat am Donnerstag eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis soll auf das Maximum ausgereizt werden.

Regionale Reaktionen bei höherer Inzidenz

Bund und Länder haben sich auf eine Notbremse bei einer Inzidenz von 100 oder höher geeinigt. Sachsen-Anhalt geht diese Regelung mit. Steigt in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die Corona-Inzidenz, soll regional reagiert werden. Darauf hat die Landesregierung am Donnerstag hingewiesen. Wenn also in einem Landkreis die Inzidenz den Wert von 100 übersteigt, werden nur dort Lockerungen zurückgenommen. In anderen Landesteilen soll sich dadurch nichts ändern. Generell ausgenommen von Einschränkungen sind die Bereiche, die seit dem 1. März wieder geöffnet sind.

Nächste Bund-Länder-Beratungen am 22. März

Neben den Plänen für die kommenden Wochen soll am 22. März bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen das weitere Vorgehen besprochen werden. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) haben angedeutet, dass sie sich vorstellen können, Urlaub im eigenen Bundesland zu erlauben. Haseloff nannte als Beispiele Ferienwohnungen oder Camping. Willingmann sagte, mit Urlaub im eigenen Land habe Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr gute Erfahrungen gemacht.

Sachsen-Anhalt-Plan in der kommenden Woche

Die Landesregierung will - wie im vergangen Jahr auch - die langfristige Planung im Sachsen-Anhalt-Plan festschreiben. Laut Ministerpräsident Haseloff sollen am kommenden Dienstag weitere Schritte besprochen werden. Haseloff sprach von einem Plan bis zum Jahresende.

MDR/Luise Kotulla/Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. März 2021 | 05:00 Uhr

23 Kommentare

Magdeburger Jung vor 33 Wochen

Da stehe ich voll dahinter! Was kommt als Nächstes ? Mutation der Vogelgrippe? Was machen wir dann, wenn sich 500 Deutsche infiziert haben???
Ich hätte doch vor 2-3 Jahren auf dem Flohmarkt den NVA ABC Schutzanzug kaufen sollen........( Sarkassmusmodus aus)

Magdeburger Jung vor 33 Wochen

Welche 10% folgen wem? Verstehe jetzt die Aussage nicht....
Immer wenn jemand sich nicht konform der „alteingesessenen“ Parteien äußert sehen manche rot.
Und was war auf dem Parteitag los? Waren sie dabei? Ohne Worte. Und außerdem, darum ging es garnicht, falls sie den Sinn meiner Aussage verstanden haben.

Sachsen-Anhaltinerin vor 33 Wochen

Man muss kein FDP-Wähler sein, man könnte aber mal darüber nachdenken! Zumindest scheint Christian Linder einer der wenigen Herren zu sein, die Ihren Verstand nicht vollständig verloren haben, die beim Sprechen nicht einpennen, die sich auch in zehn zusammenhängenden Sätzen klar, grammatikalisch vernünftig und strategisch ausdrücken können und im letzten Satz noch wissen, was sie im ersten gesagt haben. In der Hoffnung, dass der Bürger dies belohnt und das seitens der Führungsspitze dieses Mal mehr Mut zu Regierungsverantwortung besteht, scheint dieser Mann zumindest einen Versuch wert zu sein..., zumindest ein kleines Licht am Ende Tunnel, diesen politischen Sumpf ein wenig aufzufrischen - von den Grünen ist mit Sicherheit nicht viel zu erwarten, außer sich an grüne Teenager anzuhängen. So grün wie die Grünen sollte jeder Politiker schon für das Wohlergehen seiner eigenen Kinder sein!

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