Tullner gegen Schnellschüsse Sachsen-Anhalt sucht nach geeigneten Schnelltests für Schulen

In Sachsen-Anhalts Schulen wird es so schnell keine Corona-Schnelltests für die Schülerinnen und Schüler geben. Es gebe bisher keine einfach zu handhabenden Tests, erklärte Bildungsminister Marco Tullner am Donnerstag.

Ein medizinischer Mitarbeiter macht einen Schnelltest bei Covid-19-Flächentests.
40.000 Corona-Schnelltests hatte das Land Ende 2020 an die Mitarbeiter in Schulen und Kitas verteilt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt sucht weiter nach geeigneten Schnelltests für Schülerinnen und Schüler. Das hat Bildungsminister Marco Tullner (CDU) am Donnerstag im Landtag erklärt.

Marco Tullner steht in einem Klassenzimmer
Bildungsminister Marco Tuller hat ein Testkonzept für Schülerinnen und Schüler angekündigt - wenn es passende Tests gibt. Bildrechte: dpa

Tullner kündigte dabei ein umfassendes Testkonzept an, sobald einfache und zuverlässige Tests dafür zur Verfügung stehen. Ihm sei bislang kein Test bekannt, der so einfach zu handhaben ist, dass Kinder und Jugendliche ihn selbst machen könnten und der gleichzeitig auch zuverlässig sei.

Für das Personal an Schulen und Kitas soll es dagegen ab März wieder Schnelltests geben. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte das Land 40.000 kostenlose Schnelltests für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt. Tullner sagte, aus verschiedenen Gründen dürften die Lehrerinnen und Lehrer nicht die Kinder und Jugendlichen testen.

Notbetrieb an Schulen soll am 1. März enden

Das Land plant bei guten Corona-Inzidenzen, dass die Schulen ab 1. März nach wochenlangem Corona-Notbetrieb langsam wieder für den Präsenzbetrieb geöffnet werden sollen. Grund- und Förderschulen können bei einer Inzidenz unter 200 wieder öffnen. Für ältere Schüler ist zunächst ein Wechselmodell geplant.

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MDR, dpa, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. Februar 2021 | 13:00 Uhr

1 Kommentar

Durchblick vor 18 Wochen

Es wäre wohl für alle Parteien das beste, wenn bundesweit alle Schüler ein Schuljahr ranhängen. Es gab in den letzten beiden Schuljahren soviel an Unterrichtsausfällen, dass Wissenslücken unausweichlich sind. Es gab ja auch mal einen Umstieg in manchen Ländern von G13 auf G12, warum dann nicht einmal einen Umstieg in die andere Richtung für alle Schüler? Eltern, Lehrer und Schülern würden profitieren!

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