Chef der Krankenhausgesellschaft rät "Lüften, Maske, Abstand halten – auch unterm Weihnachtsbaum"

Der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalts rät, die geltenden Corona-Regeln auch beim Weihnachtsfest mit der Familie einzuhalten. Nur so könnte das Ansteckungsrisiko gering gehalten werden.

Die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt erwarten nach den Feiertagen einen Anstieg der Corona-Zahlen. Der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft, Wolfgang Schütte, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, schon jetzt sei die Lage ausgesprochen schwierig. Zwar könne man alle Patienten weitestgehend unterbringen. Es fehle jedoch Personal in der Pflege und im ärztlichen Bereich.

Er sprach sich dafür aus, medizinisches Personal bevorzugt gegen Corona zu impfen. Dieses gehört nach derzeitigem Plan tatsächlich zur ersten beziehungsweise zweiten Gruppe, für die zuerst Impfungen vorgesehen sind. Zur Auslastung der Normal- und Intensivstationen sagte er: "Sowas habe ich in meinem ganzen Leben als Arzt noch nicht gesehen oder erlebt."

Alle halbe, dreiviertel Stunde intensiv lüften, Masken tragen, Abstand halten – das muss man selbst unterm Weihnachtsbaum ganz deutlich fordern, wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass man sich trifft.

Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Vorsitzender der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalts

Wo zu Weihnachten Familien zusammenkommen, sei es sehr wichtig, die gängigen Regelungen einzuhalten, damit das Ansteckungsrisiko begrenzt bleibt, so Schütte. Wenn es sich nicht vermeiden lasse, dass man sich trifft, müsse auch unterm Weihnachtsbaum Abstand gehalten, Maske getragen und für Frischluft gesorgt werden.

Laut Schütte sind die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt mit einem Krisenstab ausgestattet. Zudem gebe es Verbundkrisenstäbe für das südliche und nördliche Sachsen-Anhalt. Darüber werde sich gegenseitig geholfen, etwa mit freien Kapazitäten.

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Quelle: MDR/ap

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 23. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

11 Kommentare

nie wieder cdu vor 25 Wochen

@Ritter Runkel, keine Sorge, es wird so sein, dass der Lockdown bis Februar verlängert wird. Der Finanzminister hat doch schon gesagt, es ist genug Geld da. Dann sind einige mutige Politiker (keine Wahlen in diesem Jahr) schon weiter und sprechen vom Frühjahr.

nie wieder cdu vor 25 Wochen

Guten Tag, die Differenz ist weiter bei ca. 60, dass kann also nicht an verzögerten Meldungen liegen. Wir habe den Verdacht, dass mit den hohen Zahlen die Beschlüsse zur Verlängerung über den 10.01.2021 vorbereitet werden.

Ritter Runkel vor 25 Wochen

Was wäre, wenn man den derzeitigen Lockdown aufheben würde?
Würden sich dann die Fallzahlen wesentlich verändern, ich glaube nicht.
Man müsste wohl nach Neujahr wieder alle Betriebe schließen, um einen deutlichen Erfolg zu erzielen.
Man müsste wieder das gesamte öffentliche Leben lahmlegen und das will keiner.

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