Übersicht über neue Corona-Regeln Friseure und Kitas öffnen: Das gilt ab dem 1. März in Sachsen-Anhalt

Ab 1. März gibt es Lockerungen in Sachsen-Anhalt – es ist der erste, vorsichtige Schritt raus aus dem Lockdown. Ein Überblick, wer jetzt wieder öffnen darf.

Das ändert sich ab dem 1. März in Sachsen-Anhalt
Ab dem 1. März gibt es in Sachsen-Anhalt einige Änderungen. Zum Beispiel dürfen Friseure, Kitas und Blumenläden wieder öffnen. Bildrechte: MDR/Imago/dpa

Ab dem 1. März gelten in Sachsen-Anhalt einige neue Corona-Regeln. Wichtig zu berücksichtigen: Die sind immer vom 7-Tage-Inzidenzwert im Landkreis abhängig. Das bedeutet: Wenn sich wieder mehr Menschen mit Corona infizieren, können die Lockerungen wieder zurückgenommen werden.

Hier sehen Sie als MDRklärt, wie Sachsen-Anhalts Plan Schritt für Schritt aussieht, um aus dem Lockdown wieder herauszukommen:

Friseursalons dürfen öffnen

Die Friseurinnen und Friseure dürfen ihre Läden wieder öffnen – wie viele darauf gewartet hatten, zeigt sich bereits in den Terminkalendern der Salons: In den ersten 14 Tagen des März sei kaum noch ein Termin zu bekommen, sagt Erika Elsholz-Sachs. Laut der Obermeisterin der Friseurinnung Magdeburg/Jerichower Land vergeben viele Salons zunächst nur für diesen Zeitraum Termine – und wollen abwarten, ob sich dann an den Corona-Regeln noch etwas ändert.

Dass Friseure wieder öffnen dürfen, aber andere körpernahe Angebote, beispielsweise Kosmetiksalons nicht, dafür hatte es von den Betroffenen viel Kritik gegeben. Armin Willingmann (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt, kommentierte das am Montag bei "FAKT IST!" so:

Die Entscheidung für die Friseure gegenüber den anderen körpernahen Berufen kann man nur schwer rational abgrenzen und erklären. Ich stelle kein einziges Hygienekonzept in Frage – das Öffnen der Friseure ist ein Einstieg, der für manche nicht verständlich ist.

Armin Willingmann (SPD), Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt

Demnach ist die Öffnung der Friseure ein erster Schritt, weitere sollen kommen, wenn die Situation es zulässt.

Eingeschränkter Regelbetrieb in Kitas, Grund- und Förderschulen

Die Kitas gehen in einen eingeschränkten Regelbetrieb. Dementsprechend hat jedes Kind wieder die Möglichkeit die Einrichtung zu besuchen. Für die Erzieher hat das Land Testkits zur Verfügung gestellt. Sie sollen sich zwei Mal wöchentlich selbst auf eine Infektion mit dem Virus testen. Kinder mit Verdacht auf eine Corona-Infektion dürfen nicht in die Kita gebracht werden. Das Sozialministerium empfiehlt, dass die Kinder weiterhin in möglichst kleinen Gruppen betreut werden sollen.

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Und auch in Grund- und Förderschulen geht der Präsenzunterricht wieder los. Für alle anderen Schulen gilt ein Wechselmodell. Das Ministerium von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) appelliert zudem an Eltern, die Bring- und Abholzeiten möglichst kurz zu halten. Auch müsse eine Maske getragen werden, wenn Abstände nicht eingehalten werden könnten.

Eine Ausnahme gibt es wegen zu hoher Infektionswerte bereits: Im Burgenlandkreis bleiben Schulen und Kitas mindestens noch eine Woche länger geschlossen. Das hat Landrat Götz Ulrich (CDU) bestätigt. Die landesweite Regelung sieht vor, Präsenz- und Wechselunterricht nur dann zu erlauben, wenn der Kennwert unter 200 liegt.

Baumärkte, Blumenläden und Fahrschulen öffnen

Außerdem sollen laut Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auch die Baumärkte, Gärtnereien, Garten- und Blumenmärkte sowie Fahr- und Flugschulen wieder öffnen dürfen. Wirtschaftsminister Armin Willingmann sprach von einem wichtigen Signal in Richtung "etwas mehr Normalität in der Pandemie".

Training bei Spitzensportlern wieder erlaubt

Auch Spitzensportler sollen wieder trainieren dürfen. Damit wolle die Landesregierung die Chancen wahren, "wieder Weltmeisterschafts- und Olympiamedaillen zu erringen", sagte Haseloff. Neben den allgemeinbildenden Schulen sollen deshalb auch Sportschulen wieder öffnen dürfen.

MDR/Johanna Daher

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 24. Februar 2021 | 07:10 Uhr

3 Kommentare

harzer vor 6 Wochen

Ich würde mich impfen lassen, da ich Diabetes und Astma bronchiale habe!
Hoher Blutdruck sowie Kleinere Krankheiten. MDR; besorgt mir einen Termin!
Viele Bürger lehnen doch angeblich impfen ab.

Penny_88 vor 6 Wochen

Genau so ist es....ich habe 5 kinder davon sind 3 in der Risikogruppe und wir haben seit November 2020 die kids alle zu Hause wenn ich sehe wer sich von diesen anderen Gruppen nicht impfen lässt weil sie ja nicht müssen sollen die bevorzugt werden die es auch nötig haben....wie sieee oder andere Kollegen.....

oma.83 vor 6 Wochen

Ich habe es so satt die ständigen Meldungen über den nichtgewollten Astrazenecaimpfstoff zu lesen. Ich bin 62 Jahre alt, arbeite als Lehrer an einer Sekundarschule und unterrichte eine Abschlussklasse. Das heißt, ich bin während der ganzen Zeit der Schulschließung im Dienst und habe Kontakt zu Jugendlichen, von denen ich weiß, dass sie sich in ihrer Freizeit nur in geringem Maße an die AHA-regeln halten. Ich würde mich sofort impfen lassen. Stattdessen soll ich regelmäßig lüften, bei minus 10 Grad. Lachhaft. Ich trage alle Einschränkungen mit. Aber die katastrophale Impfpolitik des Bundes und der Länder macht mich wütend.

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