Erneuerbare Energie Grüner Wasserstoff aus Zerbst: Neue Produktionsanlage wird gebaut

In Zerbst soll Wasserstoff, etwa als Alternative zu Benzin und Diesel, umweltfreundlich hergestellt werden. Millionen Euro werden in eine Produktionsanlage investiert, die mithilfe von erneuerbaren Energien wie Windkraft, Biogas und Sonnenenergie betrieben werden soll. Die Baugenehmigung ist nun erteilt worden.

Reiner Haseloff (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Meterologe Jörg Kachelmann (M) nehmen eine Wetterstation in Betrieb.
Reiner Haseloff und Meterologe Jörg Kachelmann haben in Zerbst auch eine Wetterstation in Betrieb genommen. Bildrechte: dpa

Für eine Anlage zur Wasserstoff-Produktion ist am Mittwoch in Zerbst die Baugenehmigung erteilt worden. Das Unternehmen Green Energy, das zur Getec Holding Magdeburg gehört, investiert 75 Millionen Euro in den Standort.

Windräder, Biogas- und Photovoltaik-Anlagen sollen den Strom für die Produktion liefern. Am Ende soll grüner Wasserstoff – etwa als Alternative für Benzin und Diesel entstehen –, also Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien produziert wurde. Konkret sollen sieben neue Windräder errichtet werden. Das Produktionszentrum entsteht laut Green-Energy-Chef Chris Döhring auf 3.000 Quadratmetern.

Reiner Haseloff und Meteorologe Jörg Kachelmann haben in Zerbst auch eine Wetterstation in Betrieb genommen. Kachelmann sagte, dass bei der Bereitstellung erneuerbarer Energien genaue Wettervorhersagen von größter Bedeutung seien, um die Erzeugungsleistung zu prognostizieren.

Bauarbeiten sollen noch dieses Jahr beginnen

In Zerbst soll jährlich genug Wasserstoff produziert werden, um 5.000 Fahrzeuge mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometer pro Jahr zu betreiben.

Green-Energy-Geschäftsführer Chris Döhring kündigte außerdem den Bau einer 16 Kilometer langen Pipeline zu den Deutschen Hydrierwerken in Rodleben an. Mit den ersten Bauarbeiten solle noch in diesem Jahr begonnen werden.

Haseloff: "Signal, wie zukunftsorientiert Sachsen-Anhalt ist"

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, das Land nehme bei der Wasserstoffproduktion in Deutschland eine herausragende Stellung ein. "In Zerbst findet eine komplette Wertschöpfungskette statt, die klimaneutral gestaltet ist. Das ist auch ein Signal, wie zukunftsorientiert Sachsen-Anhalt ist".

Der Ausbau erneuerbarer Energien und der Wasserstoffwirtschaft sind die Ziele des Strukturentwicklungsprogramm der Landesregierung.

dpa,MDR (Andre Damm,Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 16. März 2022 | 17:40 Uhr

10 Kommentare

Eulenspiegel vor 21 Wochen

Ja Wasserstoff ist ein wichtiger Energieträger der Zukunft der vielseitig eingesetzt werden kann. Schwankungen bei der Energieerzeugung kann man auch mit Wasserstoff sehr gut ausgleichen.

Matthi vor 21 Wochen

Wer öfters an Windparks vorbei fährt hat bestimmt sich schon gewundert, das bei besten Wind so manches Windrad im Lehrlauf oder garnicht bewegt. Warum ist das so weil mehr Strom zu Verfügung steht als ins Netz eingespeist werden kann einfach ausgedrückt. Diesen nicht benutzen Strom zu speichern und abzurufen ist wichtig, Wasserstoff ist eine Möglichkeit.

Matthi vor 21 Wochen

Eine Gute Entscheidung, Sachsen-Anhalt macht sich, da kann man als Thüringer Neidisch werden. Bei uns wird jedes Logistikzentrum mit fragwürdigen Lohn und Arbeitsbedingungen als großer Erfolg gefeiert, aber wenn man sich die anderen Ostdeutschen Bundesländer außer MV anschaut wird Thüringen Technologisch langsam Abgehängt.

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