Neue Ansiedlung im Chemiepark Baustart für Lithium-Werk in Bitterfeld-Wolfen

Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen entsteht eine neue Fabrik für Batterie-Rohstoffe. Das Werk soll im Jahr 2023 in Betrieb gehen. Investor ist die AMG Lithium GmbH aus Frankfurt am Main.

Drei Männer im Anzug beim Spatenstich.
Der symbolische erste Spatenstich fand am 11. Mai 2022 im Bitterfeld-Wolfener Chemiepark statt. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Willnow

In Bitterfeld-Wolfen hat am Mittwoch der Bau einer neuen Fabrik für Batterie-Rohstoffe begonnen. Nach Angaben des Investors soll das Werk im Chemiepark im Herbst 2023 in Betrieb gehen. Produziert wird dann einem Sprecher zufolge Lithiumhydroxid. Der Stoff werde im Bereich der Elektromobilität und für die Produktion von Tablets verwendet. Lithium gilt als weißes Gold der Elektro-Sparte.

Wirtschaftliche Großansiedlung

Das Bitterfelder Werk ist auf eine Jahreskapazität von 20.000 Tonnen ausgelegt – damit könnten Batterien für 800.000 Elektroautos gefertigt werden. Rund 120 Millionen Euro sollen investiert werden, etwa 80 Arbeitsplätze wird es einem Sprecher zufolge geben.

Eine Baustelle mit Bagger und Schildern.
Das neue Werk wird im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen errichtet. Bildrechte: picture alliance/dpa | Sebastian Willnow

Die Anlage sei die erste von fünf geplanten Modulen am Standort, so dass am Ende rund 100.000 Tonnen Lithiumsalze produziert werden könnten. Vorprodukte für die Produktion sollen aus einer Mine in Brasilien kommen. Von Bitterfeld-Wolfen aus werde die Firma ab der zweiten Jahreshälfte 2023 die europäische Batterieindustrie mit Lithiumhydroxid versorgen.

Investor ist die AMG Lithium GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie hatte auch das Grundstück für die neue Fabrik im Chemiepark erworben. Nach Unternehmensangaben ist der Neubau der Veredlungsanlage für Lithiumhydroxid in Batteriequalität die erste ihrer Art in Europa.

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dpa, MDR (Luise Kotulla)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. Mai 2022 | 05:00 Uhr

3 Kommentare

geradeaus vor 7 Wochen

Also der Lithium-Abbau ist ziemlich umweltschädlich und umstritten deswegen. Gut, in Bitterfeld wird dieser Stoff ja nur verarbeitet und nicht gewonnen. Wie die Verarbeitung vonstatten geht weiß ich nicht, jedoch werden dabei für 1 Tonne ~900k Liter Wasser benötigt.

Ich will es jetzt nicht schlecht reden und meckern. Ich hoffe nur das dieses Werk für die Menschen dort keine Belastung darstellt. Naja, früher sagte man wegen den berühmten Chemiewerken gerne und auch ein bisschen mit Humor respektive Galgenhumor: Bitterfeld, wo der Dreck vom Himmel fällt ^^

geradeaus vor 7 Wochen

Hoffen wir es.

AlexLeipzig vor 7 Wochen

Wieder gute Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, es scheint zu Laufen!

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