Stadtentwicklung Bitterfeld-Wolfen bewirbt sich für LAGA 2027

Bitterfeld-Wolfen will sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2027 bewerben. Die Unterlagen sollen noch im März beim Land eingereicht werden. Zuletzt hatte es jedoch Kritik an der Bewerbungsmappe gegeben und entsprechende Nachbesserungen. Neben der Doppelstadt bewirbt sich auch die Lutherstadt Wittenberg.

Der Goitzschesee mit Pegelturm. Im Hintergrund ist eine Förderplattform zu sehen.
Neben der Einbeziehung des Goitzsche-Sees und des Bitterfelder Bogens soll der Chemiepark als Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen eine Rolle spielen. Bildrechte: MDR/Stephan Schulz

Bitterfeld-Wolfen will sich für die Ausrichtung der Landesgartenschau 2027 bewerben. Das hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen. Die Unterlagen sollen noch im März beim Land eingereicht werden.

Bewerbungsmappe wurde überarbeitet

Zuletzt hatte es aus einigen Ortschaften massive Kritik an der Bewerbungsmappe gegeben. Viele Ideen der Bürger seien darin nicht berücksichtigt worden, hieß es. Die Unterlagen wurden daraufhin noch einmal überarbeitet und sagten so der Mehrheit der Stadträte zu, nur einer stimmte gegen die Bewerbung für die Veranstaltung im Jahr 2027.

Chemiepark Bitterfeld-Wolfen
Die Umgestaltung der industriell genutzten Flächen im Chemiepark wird eine Herausforderung werden. Bildrechte: IMAGO

Erhält Bitterfeld-Wolfen den Zuschlag, sollen bis zu 20 Millionen Euro investiert werden. Finanzielle Unterstützung wird es vom Land Sachsen-Anhalt, insbesondere durch die Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft und Energie sowie Landesentwicklung und Verkehr geben. Es wird mit 350.000 Besuchern gerechnet.

Als Ausstellungsflächen, die in Frage kommen könnten, sind die Fuhneaue im Norden von Wolfen, das Gebiet um den Bitterfelder Bogen und auch die Industriebrachen eingeplant.

Laga 20 Jahre nach der Fusion zur großen Stadt

Oberbürgermeister Armin Schenk erwartet von diesem Ereignis viele Impulse. "Ich spreche hier von Stadtumgestaltung, Investitionen, Lebensqualität, Tourismus, Standortmarketing und schlussendlich auch von einem neuen Image, das weit über unsere Grenzen ausstrahlt", so Schenk.

Laga 2027: Wittenberg möchte auch

Ebenfalls für die Landesgartenschau 2027 bewirbt sich die Lutherstadt Wittenberg. Im Dezember verabschiedete der Stadtrat eine Machbarkeitsstudie zur Ausrichtung der Landesgartenschau. Gleichzeitig beauftragte er den Oberbürgermeister Torsten Zugehör damit, die entsprechenden Bewerbungsunterlagen zu erarbeiten und fristgerecht bis zum 31.03.2021 beim Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie einzureichen. Im Sommer wird eine Jury beide Städte besuchen. Wer den Zuschlag für die Landesgartenschau 2027 erhält, entscheidet sich im Herbst.

Weniger Besucher als erhofft in Burg

Die letzte Landesgartenschau war im Jahr 2018 in Burg ausgerichtet worden und stand unter dem Motto "... von Gärten umarmt". Rund 300.000 Menschen hatten das Gelände damals besucht. Das waren rund 150.000 weniger als geplant. Aufgrund großer Hitze im Sommer 2018 kamen weniger Besucher auf das Gelände als erwartet. Die Stadt musste etwa eine Million Euro nachschießen. Burg hatte sich 2011 für die Schau beworben und 2012 den Zuschlag erhalten.

Thomas Webel (CDU), Minister für Landesentwicklung und Verkehr, sitzt in einem Bagger in Burg
Aus Sicht der Veranstalter profitierte Burg nachhaltig von der Schau. LaGa-Geschäftsführerin Sonnhild Noack sagte 2018 MDR SACHSEN-ANHALT, die Stadt habe sich weiterentwickelt. In drei bis vier Jahren sei so viel passiert wie sonst in fünfzehn bis zwanzig Jahren. Bildrechte: MDR/Marila Zielke

Das sind die Pläne für Bad Dürrenberg 2023

Die 5. Landesgartenschau wird in Bad Dürrenberg unter dem Motto "Salzkristall und Blütenzauber" stehen. Sie findet vom 21. April bis 15. Oktober 2023 statt. Das Konzept der Stadt sieht vor, eine Verbindung von Alt und Neu, Industrie, Natur sowie Kultur zu schaffen. Der historische Kurpark inklusive Gradierwerk sollen dafür saniert werden. Ebenfalls ist geplant, die Saalehänge mit alten Wegen an den Fluss wiederherzustellen. Bei der Bewerbung hatte sich Bad Dürrenberg gegen die Mitbewerber Dessau-Roßlau, Blankenburg und Ballenstedt durchgesetzt.

Die Landesgartenschau war ursprünglich für 2022 geplant. Doch die Vorbereitungen wurden neben Zeitverlusten aufgrund der Coronavirus-Pandemie auch vom plötzlichen Tod des Geschäftsführers der LAGA-Gesellschaft beeinflusst. Zudem stiegen laut Stadt die Kosten für die Blumenschau an.

MDR/Susanne Ahrens

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. März 2021 | 11:00 Uhr

1 Kommentar

Bernd_wb vor 36 Wochen

2027 klingt gut da könnten die normalen mit Impfen dransein.
Ja Bitterfeld hat sich entwickelt. Daher finde ich die Bewerbung gut und hoffe dass es klappt.

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