Nach Hackerangriff Zulassungsstelle in Bitterfeld öffnet wieder

Acht Monate war die Kfz-Zulassungsstelle in Bitterfeld geschlossen, weil ein Hackerangriff die IT-Technik unbrauchbar gemacht hatte. Die Folge: Autos konnten nicht an- oder umgemeldet werden. Nun haben die Mitarbeiter die Arbeit wieder aufnehmen können.

Eine KI-Wissenschaftlerin arbeitet an Computerbildschirmen und programmiert Lösungen mit Künstlicher Intelligenz.
Die Zulassungstelle in Bitterfeld hat acht Monate nach dem Hackerangriff die Arbeit wieder aufgenommen. Bildrechte: dpa

Nach der schweren Hacker-Attacke im Juli vorigen Jahres kehrt der Landkreis Anhalt-Bitterfeld schrittweise zur Normalität zurück. Nach acht Monaten Pause hat die Kfz-Zulassungsstelle in Bitterfeld wieder geöffnet.

Zuerst ging die Zulassungsstelle in der Kreisstadt Köthen wieder ans Netz, ab sofort können jetzt auch Fahrzeuge in Bitterfeld zugelassen werden, so Udo Pawelczyk vom Landratsamt. Pro Tag können etwa 100 Aufträge erledigt werden. Dadurch werden Wartezeiten erheblich reduziert.

Hauptsitz der Kreisverwaltung des Landkreises Anhalt -Bitterfeld 3 min
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Nach dem Cyber-Angriff Anfang Juli, bei dem alle Computer verschlüsselt wurden, kann der Landkreis Anhalt-Bitterfeld immer noch nicht wie gewohnt arbeiten.

MDR SACHSEN-ANHALT Mi 20.10.2021 10:08Uhr 03:03 min

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Besuch nur mit Online-Termin möglich

Doch spontan erscheinen, geht derzeit noch nicht. Termine müssen am Standort Bitterfeld online vereinbart werden. Wann die Außenstelle in Zerbst wieder für KfZ-Zulassung genutzt werden kann, steht dagegen noch nicht fest. Laut Pawelczyk müsse sie noch in das neue digitale Datennetz des Landeskreises Anhalt-Bitterfeld eingebunden werden.

Als Cyber-Kriminelle sämtliche Computerdaten verschlüsselten und damit das gesamte Landratsamt lahmlegten, war auch keine Kfz-Zulassung mehr möglich. Fahrzeuge konnten wochenlang weder umgeschrieben noch abgemeldet werden, in den Autohäusern im Landkreis Anhalt-Bitterfeld stauten sich die Neuwagen.

Cyber-Kriminelle haben Millionen-Schaden verursacht

Durch den Hacker-Angriff ist dem Landkreis ein Schaden von etwa zwei Millionen Euro entstanden. Landrat Andy Grabner (CDU) hatte zuvor die Zahlung eines Lösegeldes abgelehnt.

MDR (Andrè Damm, Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 25. Februar 2022 | 13:30 Uhr

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