Nach Cyber-Angriff Landkreis Anhalt-Bitterfeld: Bundeswehr zieht Soldaten ab

Nach dem Cyber-Angriff auf die Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld beendet die Bundeswehr jetzt ihre Amtshilfe. Vor vier Wochen waren dafür mehrere Soldaten abgestellt worden. Landrat Andy Grabner bedankte sich für den Einsatz.

Ein Soldat zeigt auf einen Bildschirm
Ein Soldat des Bundeswehr hilft Angehörigen der Landkreisverwaltung Anhalt-Bitterfeld (Außenstelle Köthen) bei der neuen Installation ihrer Computer. Bildrechte: Bundeswehr/Zörner

Die Bundeswehr hat ihre Amtshilfe im Landkreis Anhalt-Bitterfeld nach einer Cyber-Attacke eingestellt. Für rund vier Wochen waren mehrere Soldaten des Organisationsbereiches Cyber- und Informationsraum zur Unterstützung des Katastrophenschutzstabes eingesetzt worden, erklärte die Pressestelle des Landeskommando Sachsen-Anhalt am Freitag.

Landrat: Hilfe der Bundeswehr nicht selbstverständlich

Sie sollten unter anderem die IT-Sicherheit der Kreisverwaltung wiederherstellen. "Die Bundeswehr hat uns in einer schwierigen Situation schnell und unkompliziert geholfen. Das ist nicht selbstverständlich", sagte Landrat Andy Grabner (CDU).

Illustration - Hackerangriff - Finger tippen auf einer beleuchteten Tastatur 66 min
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MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Fr 16.07.2021 13:50Uhr 65:43 min

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Katastrophenfall gilt bis heute

Im Juli war der Kreis von einem Cyberangriff getroffen worden. Mehrere Server des Landkreises waren mit sogenannter Ransomware infiziert worden, bei der Daten verschlüsselt werden. Nach einer Geldzahlung sollten die Daten wieder freigegeben werden. Der Landkreis konnte daraufhin etliche Dienstleistungen nicht mehr erbringen und rief den Katastrophenfall aus. Das Lösegeld wurde nach eigenen Angaben aber nicht gezahlt. Der Katastrophenfall gilt laut Kreisverwaltung bis heute.

MDR/Gero Hirschelmann, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 27. August 2021 | 12:30 Uhr

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