Millioneninvestition Neue Lithium-Fabrik in Bitterfeld geplant

Im Bitterfeld-Wolfen bahnt sich eine wirtschaftliche Großansiedlung an: Im Chemiepark soll eine Lithium-Raffinerie entstehen. Ein amerikanisch-holländisches Unternehmen will mehr als 100 Millionen Euro in die Anlage investieren. 2023 soll die Produktion beginnen. Die Stadt Bitterfeld hofft, dass die Fabrik weitere Unternehmen anlockt.

Rohre und Schornsteine des Chemieparks in Bitterfeld
Der Chemiepark Bitterfeld soll weiter wachsen. Ein amerikanisch-holländisches Unternehmen will hier eine Lithium-Raffinerie bauen. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Michael Rosebrock

Im Chemiepark Bitterfeld entsteht ein großes Werk zur Aufbereitung von Lithium. Der amerikanisch-holländische Metall-Konzern Advanced Metallurgical (AMG) kündigte an, 120 Millionen Dollar, umgerechnet mehr als 103 Millionen Euro, zu investieren. Das Lithium soll laut Investor eine so gute Qualität haben, dass es für die Produktion von Batterien infrage kommt. Das Grundstück für die Raffinerie hatte der Konzern bereits im Frühjahr gekauft.

Fabrik soll 20.000 Tonnen Lithium fördern

Lithium ist ein begehrter, weil knapper Rohstoff. Er wird unter anderem bei der Produktion von Batterien für E-Autos gebraucht. Für die Fabrik in Bitterfeld wird zunächst mit 20.000 Tonnen pro Jahr geplant. Tritt die erwartete hohe Nachfrage ein, könne man die Menge auch verfünffachen, hieß es von AMG.

Der Bau der Anlage soll schon im ersten Quartal 2022 beginnen. Nach Unternehmensangaben laufen gerade Gespräche mit dem Bauordnungsamt. Produktionsstart soll dann im Herbst 2023 sein. Bitterfeld-Wolfens Oberbürgermeister Armin Schenk hofft auf die Schaffung zukunftsorientierter Arbeitsplätze in Bitterfeld-Wolfen und darauf, dass die AMG-Ansiedlung weitere Unternehmen in seine Stadt lockt.

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MDR/Fabienne von der Eltz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 03. November 2021 | 06:30 Uhr

3 Kommentare

Eulenspiegel vor 40 Wochen

Also ich habe mal einfach so Lithium eingegeben und was konnte ich da lesen:
„Neben dem Rheingraben gibt es weitere - allerdings deutlich kleinere - Lithium-Vorkommen im Erzgebirge. Im Zinnwald könnten rund 125.000 Tonnen im Berg liegen, ergaben Erkundungen.“

hansfriederleistner vor 40 Wochen

Ich wünsche den Leuten im Raum Bitterfeld ein weiteres Industriestandbein. Man soll aber bitte nicht vergessen wie umweltschädlich Lithium gewonnen wird.

Harka2 vor 40 Wochen

Lithium ist ein seltener Rohstoff, den es in Bitterfeld kaum gibt. Woher soll er also kommen? Lithium kommt in der Natur in seiner Rohform gar nicht vor. Lithium ist sehr reaktionsfreudig und geht auch beim Raumthemperatur sofort Verbindungen mit Stickstoff oder Sauerstoff ein. Ein Lithiumproduktion ist deshalb extrem energieaufwändig.

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