Biontech-Wirkstoff "Mibe" aus Brehna stellt mehr Corona-Impfstoff her

Der Arzneimittelhersteller Mibe im Kreis Anhalt-Bitterfeld stellt den Impfwirkstoff der Firma Biontech her. Die Kapazitäten sind nahezu ausgeschöpft, die Produktion soll aber weiter erhöht werden.

In einer kleinen Fertigungshalle laufen Fläschchen in einer runden Maschine zusammen
Die Firma Mibe hat die Impfstoff-Produktion deutlich erhöht. Bildrechte: MDR/Martin Krause

Arzneimittel-Produzent Mibe aus Brehna im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat seine Kapazitäten bei der Herstellung des Corona-Impfstoffs für Biontech nahezu ausgeschöpft. Firmenchef Hans-Georg Feldmeier sagte MDR SACHSEN-ANHALT, mit der neuen Produktionslinie könne das Unternehmen etwa 6.000 Fläschchen pro Stunde mit dem Wirkstoff abfüllen. Damit habe das Werk in Brehna die Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft.

Man werde die Produktion über das, was ursprünglich zugesagt wurde, weiter erhöhen, sagte Feldmeier. Biontech selbst habe darüber informiert, dass für Europa 75 Millionen zusätzliche Impfdosen produziert werden sollen. Davon bekomme Deutschland den entsprechenden Anteil.

Wir werden die Impfstoffproduktion über das, was ursprünglich zugesagt wurde, erhöhen. Biontech selbst hat darüber informiert, dass für Europa 75 Millionen zusätzliche Impfdosen produziert werden sollen. Bisher läuft alles sehr gut nach Plan. Davon bekommt Deutschland den entsprechenden Anteil.

Hans-Gerog Feldmeier, Mibe-Chef

Kreis Anhalt-Bitterfeld Corona-Impfstoff aus dem Mibe-Werk in Brehna

Der Eingagn des Mibe-Werks in Brehna
Der Arzneimittel-Hersteller Mibe aus Brehna im Kreis Anhalt-Bitterfeld produziert Corona-Impfstoff mit dem Wirkstoff der Firma Biontech. Dieser wird bei Mibe in einem speziellen Verfahren aufgearbeitet, abgefüllt und in alle Welt geliefert. Bildrechte: MDR/Martin Krause
Der Eingagn des Mibe-Werks in Brehna
Der Arzneimittel-Hersteller Mibe aus Brehna im Kreis Anhalt-Bitterfeld produziert Corona-Impfstoff mit dem Wirkstoff der Firma Biontech. Dieser wird bei Mibe in einem speziellen Verfahren aufgearbeitet, abgefüllt und in alle Welt geliefert. Bildrechte: MDR/Martin Krause
Ein Mann im Jackett steht vor einem Bild.
Laut Firmenchef hat das Werk mit der neuen Produktionslinie die Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft. Bildrechte: MDR/Martin Krause
In einer kleinen Fertigungshalle laufen Fläschchen in einer runden Maschine zusammen
Etwa 6.000 Fläschchen pro Stunde werden hier mit dem Wirkstoff abgefüllt. Bildrechte: MDR/Martin Krause
Eine Frau sitzt an einer Produktionsmaschine
Die Produktion soll aber über das, was ursprünglich zugesagt wurde, weiter erhöht werden. Bildrechte: MDR/Martin Krause
Das Gebäude des Mibe-Werks in Brehna
Im Mibe-Werk in Brehna arbeiten nach eigenen Angaben etwa 600 Mitarbeiter. Mibe ist eine Tochterfirma von Dermapharm.

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. März 2021 | 08:10 Uhr

MDR/Martin Krause, Cornelia Winkler
Bildrechte: MDR/Martin Krause
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Mibe mit 600 Mitarbeitern in Brehna

Mibe bekommt den Wirkstoff von Biontech geliefert. Dieser wird im Werk im Kreis Anhalt-Bitterfeld in einem speziellen Verfahren aufgearbeitet, abgefüllt und in alle Welt geliefert. Technologisch sei es eine besondere Herausforderung die mRNA, ohne dass sie an therapeutischer Wirkung verliere, mit den sogenannten Lipiden zu vereinigen, erklärt Feldmeier.

Das Mibe-Werk in Brehna beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 600 Mitarbeiter. Mibe ist eine Tochterfirma von Dermapharm.

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 03. März 2021 | 16:40 Uhr

21 Kommentare

Simone vor 29 Wochen

So langsam nimmt die Impfstoffproduktion Fahrt auf. Auch die neuesten Beschlüsse der Bund- / Länderchefs geben Hoffnung, dass mit den verfügbaren Impfstoffen bald auch in Hausarztpraxen geimpft wird.

Toll wäre es noch, wenn in der öffentlichen Diskussion einmal das Tempo raus genommen würde. Komisch, dass es keinen interessiert welcher Hersteller die FSME Impfung produziert hat, die sich jeder Bedenkenlos geben lässt, bei Sars-Cov-2 aber plötzlich gefühlte 10 Millionen Mediziner und Virologen, die schon im zweiten Semester der Universalwissenschaft an der Youtube Universität stecken, ihren Senf dazu geben müssen. Dieses Gegackere erzeugt eine Aufregung wo es eigentlich nichts aufregendes gibt

Ich bin froh, dass die Politik in Deutschland sich in Sachfragen von Experten beraten lässt. Das mag manchmal mühsamer wirken als in anderen Ländern wo der Chef eine politische Ansage macht, von der er dann kaum noch abrücken kann.

Simone vor 29 Wochen

@nasowasaberauch:
Jetzt winden sie sich aber wie ein Aal:
Das AstraZeneca Bashing findet nicht unter Wissenschaftlern statt, sondern wird zumeist in populären Medien, die sich ansonsten eher mit dem Liebesleben und dem BMI von C-Promis beschäftigen, geführt. Gleichzeitig berufen sich viele der inzwischen existierenden Ausnahmebegabungen, die zwar Maurer und Lehrer gelernt haben, jetzt aber noch Mediziner und Virologen drauf gesattelt haben, sich auf völlig veraltete und längst widerlegte Informationen. Bei ihren "gut informierten Bürgern" denkt man wohl zuallererst an diese Leute.

Fazit:
Wenn Wissenschaftler auf hohem fachlichen Niveau verschiedene Wirkstoffe diskutieren und je nach Indikation einen Wirkstoff als potenter oder weniger problematisch bezeichnen, dann sind die anderen Wirkstoffe sicher nicht zweitklassig in dem Sinne, wie Normalbürger das versteht. Genau so ist ihr Beitrag jedoch in diesem Forum für den Normalbürger rüber gekommen.

ossi1231 vor 29 Wochen

"ich weiß wohl, dass auch symptomfreie Menschen andere anstecken könnten" ... von erfolgreichen echten Ansteckungsversuchen einer realen Covid Lungenentzündung zu einer echten Covid Lungenentzündung / gehört.habe ich noch nichts gelesen.

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