Covid-19 Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Dessau: milde Verläufe dank Impfung

In einem Dessauer Seniorenheim hat es einen Corona-Ausbruch gegeben. 20 Bewohnerinnen und Bewohner sind infiziert – und das, obwohl sie bereits beide Corona-Impfungen erhalten hatten. Wie das passieren konnte und warum die Infizierten glücklicherweise kaum Symptome haben.

Die Pflegeheimbewohnerin Brigitte Friedrich (87) erhält von einem mobilen Impfteam im Pflegeheim €žMartha-Haus€œ eine Corona-Impfung.
Bildrechte: dpa

Bei 20 Bewohnerinnen und Bewohner des Dessauer Seniorenheims "Marthahaus" ist eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Dabei sind 66 Senioren des Heims bereits geimpft worden, haben sogar schon beide nötigen Impfdosen erhalten.  

Ein Sprecher des Städtischen Klinikums Dessau sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Infektion wahrscheinlich schon vor der zweiten Impfung ausgebrochen sei. Denn zwischen Ansteckung und tatsächlichem Ausbruch der Erkrankung können bis zu 14 Tage liegen. Offenbar habe die erste Impfdosis allein den Corona-Ausbruch im Heim noch nicht verhindern können.

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Keine schweren Krankheitsverläufe

Doch wie es scheint, war die erste Impfung stark genug, um schwere Erkrankungen zu verhindern. Denn bislang zeigten die Infizierten keine schweren Verläufe, berichtete ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT. Die 20 infizierten Bewohnerinnen und Bewohner haben demnach kaum Symptome, einige klagten lediglich über Kopf- und Gliederschmerzen.

Dabei zählen Altenheim-Bewohner zur Risikogruppe. So sind in der zweiten Corona-Welle, von September bis jetzt, nach Zahlen des Städtischen Klinikums Dessau 60 Personen im Krankenhaus an oder mit dem Coronavirus verstorben. Die Verstorbenen waren überwiegend im Seniorenalter. Insofern könnte die Corona-Impfung für die Bewohnerinnen und Bewohner lebensrettend gewesen sein.

Recherche/Redaktion: MDR/Martin Krause/Maria Hendrischke

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 28. Januar 2021 | 12:00 Uhr

4 Kommentare

Critica vor 33 Wochen

Das ganze Impfdesaster. Spiegel-online meldet, dass der Stiko (Ständige Impfkommission) den Impfstoff von AstraZeneca nicht für Menschen über 65 Jahre empfiehlt. Ich glaube, dass hinter der Verschleppung der Impfstofflieferung etwas ganz anderes steckt. Möglicherweise hat man jetzt erkannt, dass die "Tests" in den Altenheimen "in die Hose gegangen sind". Wer haftet jetzt?

Critica vor 33 Wochen

Aus mehreren Bundesländern werden Coronaausbrüche aus Seniorenheimen gemeldet, nach Impfungen... sogar Todesfälle. Und nun?

Critica vor 33 Wochen

Sind geimpfte Senioren empfänglicher für Infektionen? Man glaubt es bald, denn bundesweit kommt es immer wieder zu Ausbrüchen nach Impfungen.

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