Dessau-Roßlau Unfallopfer müssen lange warten

Betroffene eines Unfalls in Dessau mussten am Montag ungewöhnlich lange auf die Polizei warten. Diese war jedoch nicht, wie zunächst berichtet, wegen einer Corona-Demonstration verhindert. Der Unfall sorgte auch im Stadtverkehr für längere Behinderungen.

Polizeiinspektion Dessau-Roßlau
Polizeiinspektion Dessau-Roßlau (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Christian Schroedter

In Sachsen-Anhalt sind am Montagabend erneut tausende Menschen gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Auch in Dessau, Bitterfeld, Wittenberg und Gräfenhainichen gab es Demonstrationen. Laut Polizei waren in Anhalt und Wittenberg insgesamt etwa 4.500 Menschen unterwegs. Zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen.

Unfallopfer müssen lange warten

Für Behinderungen sorgten aber nicht nur die Demonstrationen, sondern auch ein Verkehrsunfall im Dessauer Süden. Dort waren an einer Kreuzung zwei Autos zusammengestoßen. Zwei Frauen wurden dabei verletzt, eine davon schwer. Die Rettungskräfte der Feuerwehr waren schnell vor Ort und konnten den beiden Frauen helfen.

Die Polizei war nach eigenen Angaben wenige Minuten später mit einer Streife vor Ort* und sicherte die Unfallstelle. Wegen eines zeitgleichen Unfalls in der Nähe dauerte es jedoch anderthalb Stunden, bis weitere Beamte eintrafen und den Unfall aufnehmen konnten. Dadurch war der Kreuzungsbereich in Dessau-Süd längere Zeit gesperrt. Auch die Straßenbahnlinie war davon betroffen, da ein Auto durch den Aufprall in das Gleisbett geschoben worden war.

*In einer früheren Variante des Textes hieß es, dass die Polizei wegen der Demo mit Straßensperrungen beschäftigt war und deshalb erst verspätet am Unfallort eintraf. Dieser Darstellung ist nach Angaben der Polizei nicht korrekt.

MDR (Oliver Leiste)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 25. Januar 2022 | 06:30 Uhr

3 Kommentare

Mustermann vor 16 Wochen

"Für Behinderungen sorgten aber nicht nur die Demonstrationen..."

Was soll damit suggeriert werden? Böse Andersdenkende. Wie könnt ihr nur?!

Der Schenkelklopfer des Tages (oder doch der Woche). Jetzt sind es u.a. die bösen Andersdenkenden, dass die Unfallopfer zu lange warten müssen. Das erinnert mich irgendwie etwas an die Bettenzahl in den Krankenhäusern... Anstatt sich an die eigene Nase zu fassen sind es mal wieder die Anderen die hierfür verantwortlich sind.

Thommi Tulpe vor 16 Wochen

Es ist das Ziel "bestimmter" "Demonstranten", für das Chaos zu sorgen, welches nun offensichtlich entstanden ist.
"Bestimmte" "Demonstranten" wollen, dass die Polizei dieses Chaos nicht mehr überblickt und nicht mehr allen ihrer Aufgaben gerecht werden kann.
Das wiederum macht die Leute unzufrieden, es verunsichert, und macht dann unzufriedene Verunsicherte vielleicht empfänglich für die wirklichen Ziele "bestimmter" "Demonstranten".

Haller vor 16 Wochen

"Ziel "bestimmter" "Demonstranten", für das Chaos zu sorgen," woher wollen Sie das wissen?

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