Täter in Psychiatrie Pretzsch: Mann zündet Frau auf Friedhof an

Ein 31 Jahre alter Mann hat im Landkreis Wittenberg auf einem Friedhof versucht, eine Frau anzuzünden. Das Opfer wurde dabei schwer verletzt. Kurz nach der Tat konnte der Mann von der Polizei gefasst werden.

In Pretzsch im Landkreis Wittenberg hat ein Mann eine Frau angezündet. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, soll der Mann zwei Frauen umgerannt und dann eine von ihnen mit einer Flüssigkeit übergossen und in Brand gesteckt haben. Die 68-Jahre alte Frau erlitt dabei erhebliche Verletzungen und wurde schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.

Die Tat soll sich bereits am Mittwoch unweit des Friedhofs in Pretzsch bei Bad Schmiedeberg ereilt haben, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Mutmaßlicher Täter gefasst

Der Polizei gelang es den Tatverdächtigen zu stellen, er hielt sich kurz nach der Tat noch unweit des Pretzscher Friedhofes auf. Er kommt aus Pretzsch, gilt als geistig verwirrt und soll schon mehrmals randaliert haben.

Der Mann wurde zunächst in eine psychiatrische Einrichtung gebracht. Gegen ihn werde wegen versuchten Mordes ermittelt, teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizei in Dessau-Roßlau mit. Unklar blieb zunächst das Motiv des Mannes und ob die Frauen ihn gekannt haben.

MDR/Thomas Tasler, Andre Damm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 22. Juli 2021 | 17:00 Uhr

5 Kommentare

Maria A. vor 3 Tagen

Noch was: Da sowas in diesem Land noch niemals vermeldet werden brauchte, da es jedenfalls im Osten sowas noch nie gab, kann man hier (mal wieder) in den allgemeinen Stoßseufzer fallen: Wo sind wir bloß hingekommen?

Maria A. vor 4 Tagen

Es ist erstaunlich, dass sich noch genug Personal findet für die aufopferungsvolle Tätigkeit in psychiatrischen Kliniken. Seit einigen Jahren gibt es in diesem Land einen regelrechten Trend, Gründe zu suchen, um Mörder oder andere Schwerkriminelle anstatt für lange Zeit in Gefängnissen für ihre Taten zu bestrafen, in Geschlossenen unterzubringen. Mal von den dadurch erschwerten Arbeitsbedingungen des Betreungspersonals abgesehen, werden die immensen Kosten einfach auf unsere Krankenkassen umgelegt. Kein Wunder, dass mit ihren gebetsmühlenartigen Klagen, selbstverständlich ohne konkrete Angaben der Gründe der Mehrausgaben, die Einsparungen zugenommen haben. Viele Leistungen gibt es nur noch mit Zuzahlung, Kurangebote wurden verringert, usw.. Makaber ist dazu, dass der ehemals mit langen Strafen bezweckte erzieherische Aspekt mehr und mehr ausgehebelt wird, da sich mittlerweile gewiefte Schwerverbrecher mit vorgetäuschten Psychosen ziemlich leicht in Dauerurlaub begeben können.

SusiB. vor 4 Tagen

Wieso kommen denn heutzutage alle Kriminellen In die Psychiatrie.? Sie haben ein Verbrechen begangen und müssen dafür hart bestraft werden und nicht behandelt.

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