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Dem Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Peter Kuras (FDP), droht kein Disziplinarverfahren. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Einkauf trotz Quarantäne-AnordnungCorona-Verstoß: Kein Disziplinarverfahren gegen Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Kuras

Stand: 17. Mai 2021, 16:20 Uhr

Der Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, Peter Kuras, muss nach einem Corona-Verstoß kein Disziplinarverfahren befürchten. Nachdem er trotz einer Quarantäne-Anordnung einkaufen war, hatte sich Kuras Ende März selbst angezeigt und sein Verhalten öffentlich bedauert.

Dem Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau, Peter Kuras (FDP), droht nach seinem Verstoß gegen eine Quarantäne-Anordnung kein Disziplinarverfahren. Das teilte das Landesverwaltungsamt am Montag auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT mit. Ein solches Verfahren sei nicht gerechtfertigt, auch habe der Stadtrat von Dessau-Roßlau es nicht gefordert. Die Stadt verfolge den Verstoß als Ordnungswidrigkeit. Der Oberbürgermeister werde eine Geldstrafe bezahlen müssen.

Kuras hätte Haus nicht verlassen dürfen

Kuras war Ende März beim Einkaufen in einem Supermarkt gesehen worden, obwohl er wegen einer Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamtes sein Haus nicht hätte verlassen dürfen. Der 63-Jährige, selbst Leiter des Pandemiestabs in Dessau-Roßlau, hatte seinen Fehler eingestanden und öffentlich bedauert. Zuvor war eine Rathausmitarbeiterin positiv auf Corona getestet worden. Ein PCR-Test bei Kuras fiel dagegen nach dessen Aussage negativ aus.

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Kuras hatte sich nach Bekanntwerden des Verstoßes in einem Brief entschuldigt. Er habe nicht gewusst, dass er trotz zweier negativer Coronatests nicht hätte einkaufen gehen dürfen.

Laut Infektionsschutzgesetz des Bundes droht bei einem Verstoß gegen eine Quarantäne-Anordnung in der Regel eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

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MDR/Martin Krause, Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. Mai 2021 | 16:00 Uhr

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