Stichwahl um Kuras-Nachfolge Robert Reck ist der neue Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau

Nachdem es bei der Wahl zum Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau am 6. Juni keinen Sieger gegeben hatte, musste am Sonntag in der Stichwahl die Entscheidung fallen. Klarer Gewinner und damit neues Stadt-Oberhaupt ist Robert Reck (parteilos). Der bisherige Beigeordnete für Wirtschaft, Kultur und Sport setzte sich deutlich gegen Eiko Adamek von der CDU durch.

Ein Mannschaut in die Kamera
Im Rathaus von Dessau-Roßlau wird künftig Robert Reck das Sagen haben. Bildrechte: MDR

Der parteilose Robert Reck ist neuer Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau. Er setzte sich am Sonntag in der Stichwahl klar gegen Eiko Adamek (CDU) durch. Reck tritt damit die Nachfolge von Peter Kuras (FDP) an, der sich nicht noch einmal zur Wahl stellte.

Wahlbeteiligung geht deutlich zurück

Laut vorläufigem Ergebnis erreichte Reck 73,87 Prozent der Stimmen, Adamek 26,13 Prozent. Die Beteiligung lag mit 30,3 Prozent der Wahlberechtigen deutlich unter dem Ergebnis des ersten Urnengangs am 6. Juni (56,5 Prozent).

Damals waren acht Kandidaten angetreten. Adamek und Reck belegten die beiden ersten Plätze. Weil keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit der Stimmen erreichen konnte, war die Stichwahl nötig geworden.

Zwei Bewerber mit ähnlichen Themen

Beide Bewerber um den Chefposten im Dessauer Rathaus hatten einen engagierten Wahlkampf gezeigt und dabei auf ähnliche Themen gesetzt: Dessau-Roßlau attraktiver und moderner machen, die Hochschule stärken, die Wirtschaft beleben und Schulen modernisieren. Der 37-jährige Reck verwies dabei auf seine Verwaltungskompetenz, der elf Jahre ältere Adamek wollte dagegen für frischen Wind im Rathaus sorgen.

Ärger zum Abschied von Peter Kuras

Peter Kuras, Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau
Peter Kuras Bildrechte: IMAGO

Der Sieger der Stichwahl folgt auf Peter Kuras (FDP), der seit 2014 Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau war. Kuras hatte vor geraumer Zeit angekündigt, für keine weitere Amtszeit anzutreten. Zuletzt hatte er in der Kritik gestanden, weil er nach der Corona-Infektion einer Rathaus-Mitarbeiterin gegen die vom Gesundheitsamt auferlegte Quarantäne verstoßen hatte.

Die Staatsanwaltschaft Dessau hat das Strafverfahren gegen Kuras nach dessen Quarantäneverstoß jedoch eingestellt. Die Ermittlungsbehörde konnte keine Ansatzpunkte für eine Straftat erkennen, sagte der Dessauer Staatsanwalt Frank Pieper MDR-SACHSEN-ANHALT. Folgenlos bleibt der Verstoß für den bisherigen Oberbürgermeister dennoch nicht. Der Fall wird nun als Ordnungswidrigkeit vom Gesundheitsamt verfolgt. Dem Stadtoberhaupt droht ein Bußgeld.

MDR/Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR S-ANHALT | 27. Juni 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Gerd Mueller vor 12 Wochen

"Die Staatsanwaltschaft Dessau hat das Strafverfahren gegen Kuras nach dessen Quarantäneverstoß jedoch eingestellt. Die Ermittlungsbehörde konnte keine Ansatzpunkte für eine Straftat erkennen, sagte der Dessauer Staatsanwalt Frank Pieper MDR-SACHSEN-ANHALT. Folgenlos bleibt der Verstoß für den bisherigen Oberbürgermeister dennoch nicht. Der Fall wird nun als Ordnungswidrigkeit vom Gesundheitsamt verfolgt. Dem Stadtoberhaupt droht ein Bußgeld."

liest sich wie NACHTRETEN bzw. RACHE am ehemaligem Chef
ist kleingeistig-schäbig wenn Staatsanwalt kein öffentl. Interesse erkennt

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