Pandemie Niedrige Corona-Zahlen: Pandemiestab in Dessau-Roßlau stellt seine Arbeit ein

Dessau-Roßlau hatte am Donnerstag 49 Corona-Neuinfizierte, nur sieben Covid-Patienten mussten im örtlichen Klinikum versorgt werden. Aufgrund dieser sich entspannenden Lage hat sich der Pandemiestab aufgelöst. Er sei jedoch jederzeit reaktivierbar.

Dessau-Roßlaus Pandemiestab hat seine Tätigkeit voerst eingestellt. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Hintergrund sei die derzeitige Corona-Lage. Das Gesundheitsamt der Stadt meldete am Donnerstag noch 49 Corona-Neuinfizierte. Am Städtischen Klinikum Dessau würden nur sieben Corona-Patienten versorgt, davon einer auf der Intensivstation.

Keine täglichen Corona-Zahlen mehr

Aufgrund dieser Zahlen hat der Pandemiestab laut Stadt bei einer Sitzung am Mittwoch selbst entschieden, sich aufzulösen. Erst bei einer geänderten Lage und entsprechendem Bedarf werde er reaktiviert. Die Aufgaben des Stabes gingen "in die Zuständigkeiten der einzelnen Organisationseinheiten über".

Wie ein Sprecher der Stadt MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, wird Dessau-Roßlau ab kommender Woche auch nicht mehr täglich die aktuellen Corona-Zahlen veröffentlichen. Stattdessen würden diese in einer wöchentlichen Meldung zusammengefasst. Diese werde immer freitags veröffentlicht.

Land verkleinert Pandemiestab

Petra Grimm-Benne (SPD), Gesundheitsministerin in Sachsen-Anhalt
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne begründete die Verkleinerung des eigenen Pandemiestabs damit, dass die meisten Eindämmungmaßnahmen weggefallen seien. Bildrechte: dpa

Auch das Land Sachsen-Anhalt reagiert auf den Rückgang der Corona-Neuinfektionszahlen. Der Pandemiestab des Landes ist personell verkleinert worden. "Mit dem Wegfall der meisten Eindämmungsmaßnahmen und vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionszahlen mit überwiegend milderen Krankheitsverläufen kann die Stabsstelle umstrukturiert werden", teilte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag in Magdeburg mit.

Komplett aufgelöst werde der Pandemiestab jedoch nicht. Die administrativen und fachlichen Aufgaben werden demnach weiterhin von der Geschäftsstelle übernommen. Falls es die epidemiologische Lage erfordere, könne die Arbeit zudem wieder hochgefahren werden.

Bundesweit fordern experten Corona-Strategien für mögliche neue Corona-Wellen vorzubereiten.

MDR (Daniel Salpius), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. Juni 2022 | 18:00 Uhr

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