Landgericht Dessau Mann aus Zerbst wegen Totschlags vor Gericht

Wegen versuchten Totschlags steht seit Mittwoch ein Mann aus Zerbst vor dem Landgericht Dessau. Er soll seinen Großvater zusammengeschlagen und gedroht haben, in einem Kindergarten alle Kinder zu töten. Ein Rettungssanitäter konnte den Mann überwältigen.

Landgericht Dessau-Roßlau
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Am Landgericht Dessau hat am Mittwoch der Prozess gegen einen 31-jährigen Angeklagten aus Dessau-Roßlau begonnen. Ihm wird versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen und Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vorgeworfen.

Der Mann soll im November 2021 – mutmaßlich unter starken Drogenentzugserscheinungen – in Zerbst seinem Großvater in dessen Wohnhaus brachial gegen Rumpf und Kopf geschlagen und getreten haben. Dabei hat er wohl auch einen Besenstiel verwendet.

Schwerer Angriff wegen Lappalie

Auslöser war offenbar der Hinweis des Großvaters, nicht zu lange zu baden. Als die Mutter des Angeklagten hinzukam, soll er auch sie ohne Vorwarnung angegriffen haben.

Im Anschluss soll sich der Mann zu einem benachbarten Kindergarten begeben und dort lauthals verkündet haben, alle Kinder zu töten. Einem Rettungsassistenten, der zuvor selbst von dem Angeklagten angegriffen worden war, gelang es, diesen zu überwältigen. Insgesamt sind drei Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte Anfang Mai fallen.

MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 27. April 2022 | 09:00 Uhr

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