Hitze-Schäden Hitzeschäden auf der A9 beseitigt

Vor gut einer Woche hatte die starke Hitze zu Schäden auf der Autobahn 9 geführt. Zeitweise mussten mehrere Fahrstreifen gesperrt werden. Nun sind die Schäden behoben – und es gibt keine Einschränkungen mehr.

Beschädigte Autobahnspur mit Steinbröckchen in der Sonne
Die Fahrbahn hat sich auf dem Abschnitt der A9 aufgebläht und ist dann geplatzt. Jetzt sind die Probleme behoben. Bildrechte: Autobahn GmbH

Die Hitzeschäden auf der Autobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Coswig und Vockerode sind behoben. Wie eine Sprecherin der Autobahn-GmbH MDR SACHSEN-ANHALT am Dienstagmorgen sagte, sollen die verbliebenen Absperrungen am Vormittag abgebaut werden. Am Montag seien noch letzte Arbeiten erledigt worden. Dabei sei die sanierte Fahrbahn auch markiert worden.

A9 wegen Hitze gerissen

Am vorvergangenen Sonntag hatte sich nach Angaben der Polizei wegen der hohen Temperaturen die Fahrbahn angehoben und war dann gebrochen. Laut Autobahn GmbH war das am späten Nachmittag passiert. Die Stelle war sofort abgesperrt worden. Die Polizei teilte mit, dass besonders die Standspur sowie die rechte und die mittlere Fahrspur beschädigt wurden.

Der Sprecher der Autobahn GmbH, Tino Möhring, sagte, Hitzeschäden kämen in der Region nicht häufig vor. Der Schaden sei ein Riss, der "wie eine dicke Ader" durch die Fahrbahn geht. Er wies darauf hin, dass Personen, denen solche Schäden auffallen, die Polizei informieren sollen.

Ein Schaufelbagger auf einem Autobahnstandstreifen
A9: Die Schadstellen wurden entfernt und repariert. Bildrechte: Autobahn GmbH

Fahrbahn soll bald komplett erneuert werden

Die betroffene Fahrbahn sei aber alt und habe ihre sogenannte Nutzungsdauer erreicht. Sie sei Anfang der 2000er-Jahre gebaut worden. Eine Sanierung sei für die nächsten Jahre geplant, wahrscheinlich im Jahr 2024. Die Bauarbeiten zur Erneuerung würden dann etwa drei bis vier Monate dauern.

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MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. Juni 2022 | 10:00 Uhr

4 Kommentare

ElBuffo vor 1 Wochen

Liegt vielleicht auch an der Maut oder dem Umstand, dass der Erbauer/Betreiber das eigene Geld einsetzt. Die gelegentliche Begrenzung auf 60 km/h für LKW sowie der insgesamt geringere Verkehr könnten auch einen Beitrag leisten. Andererseits stürzen in Italien auch schon mal Autobahnbrücken im laufenden Betrieb ein oder es fällt einem der Tunnel auf den Kopf. Gepfuscht wird wohl überall.

Burgfalke vor 1 Wochen

Zitat:
"Abgesehen davon wurde ja beinahe jede Autobahn im Osten auf Grund der Schäden aus der Alkali-Kieselsäurereaktion zweimal gebaut bzw. muss noch saniert werden."

Beim "Erstbau" hat man aus Arroganz (W?) oder aus "wirtschaftlichen" Gründen die Warnungen in den Wind geschlagen, daß bestimmte Kieswerke/ - gruben nicht für den Straßenbau geeignet sind! Das wußte man auf jedem Fall hier bereits vor 1990. Entsprechende Warnungen (so meine Erinnerungen) wurden nicht beachtet.

Wenn bestimmte Autobahnabschnitte in Beton gebaut werden, so hat das in erster Linie fachliche Gründe.

Aber vielleicht ist ja @maheba ein Straßenbauexperte und kann alle hier aufklären?

Egal wie, in Sachsen-Anhalt gibt es nur wenige Fa., die einen guten Straßenbau wirklich beherrschen.
In Südtirol beherrscht man diesen nicht nur in der Ebene, die bauen auch in den Bergen besser als bei uns (ohne die damit verbundenen zusätzlichen "Erschwernisse"! Woran mag das liegen?

maheba vor 1 Wochen

Kein Land auf der Welt, also ich bin viel rumgekommen, baut seine Fernstraßen (hierzulande Autobahnen) aus Beton, angelblich aus Tragfähigkeits- und Instandhaltungskosten (muss nie erneuert werden). Für mich riecht das nach ganzer Lobbyarbeit der Zementindustrie.
Dem Anwohner wird durch den großen Rollwiderstand eine hohe Lärmbelästigung zugemutet, der Reifenverschleiß ist exorbitant hoch und, ach ja wie war das mit dem geringen Instandhaltungsaufwand?
Abgesehen davon wurde ja beinahe jede Autobahn im Osten auf Grund der Schäden aus der Alkali-Kieselsäurereaktion zweimal gebaut bzw. muss noch saniert werden.
Ich frage mich warum sich dafür keiner interessiert. Man sollte mal den Kosten - Nutzen - Aufwand Vergleich heranziehen. Wer bezahlt eigentlich die Sanierung der Autobahnen so kurz nach der Vollendung. Meines Wissens wird dies nicht über Gewährleistung abgewickelt und Kulanz vom Hersteller wird es ja auch nicht sein.

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