Abizeugnis aus Sachsen-Anhalt auf einem Laptop-Bildschirm
Digitale Zeugnisse sind Teil des bundesweiten Onlinezugangsgesetz. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Marcel Roth

Zweiter Anlauf Digitale Zeugnisse: Neuer Aufschlag wird getestet

26. September 2022, 12:32 Uhr

Sachsen-Anhalt plant neue Tests für digitale Zeugnisse. Die Technologie für die Zeugnisse musste überarbeitet werden, nachdem ein erster Aufschlag auf Grundlage von Blockchain-Technologie offenbar Schwachstellen aufgewiesen hatte.

Neue Tests für digitale Schulzeugnisse sind in Planung. Das teilte das Digitalministerium Sachsen-Anhalt mit. Für die Technologie, die bundesweit eingesetzt werden soll, ist Sachsen-Anhalt zuständig.

Bis Oktober soll nach Angaben des Digitalministeriums Sachsen-Anhalt die Überarbeitung der Technologie abgeschlossen werden. Dann sollen die neuen Tests stattfinden. Digitalstaatssekretär Bernd Schlömer sagte: "Ich rechne aber damit, dass wir im ersten Quartal 2023 schon wesentlich weiter sein werden."

Blockchain-Aufschlag hatte Schwachstellen aufgewiesen

Ein erster Aufschlag auf Grundlage von Blockchain-Technologie der Bundesdruckerei, die vom Land beauftragt worden war, hatte offenbar Schwachstellen aufgewiesen. Das war im Frühjahr 2022 bekannt geworden. Ein Probelauf war abgebrochen worden.

Was ist Blockchain?

Blockchain bedeutet übersetzt "Kette von Blöcken". Daten werden nicht auf einem einzelnen Computer gespeichert, sondern liegen verteilt auf Rechnern der Beteiligten. Jeder Block enthält Informationen über die vorherigen Vorgänge in der Blockchain. Dadurch sollen Daten nicht manipuliert werden können.

Schlömer sagte, die Blockchain-Technologie sei "überdimensioniert" für die Erstellung von Schulzeugnissen. Es gebe wesentlich einfachere Verfahren, was in Zusammenarbeit mit der Bundesdruckerei nun berücksichtigt werde.

Digitalstaatssekretär: "Müssen Dinge ausprobieren"

Schlömer verteidigte jedoch die Tests mit der Technologie: "Wir müssen die Dinge mutig probieren, und wenn es dann nicht gelingt, ist man auch schlauer."

Digitale Zeugnisse gehören zur Umsetzung des bundesweiten Onlinezugangsgesetzes, das Bund Länder und Kommunen verpflichtet, fast 600 Verwaltungsleistungen über das Internet bereitzustellen.

dpa,MDR (Julia Heundorf)

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2 Kommentare

Meine Meinung am 26.09.2022

Und wieder ein neuer Unsinn. Wenn man keine fachliche Kompetenz hat setzt unser Landesregierung auf forschen und experimentieren. Wieviel Unsinn müssen die Bürger noch ertragen? Die sollen zusehen das alle Flüchtlinge seit 2015 die man reingeholt hat auf den Arbeitsmarkt bringt. Schließlich kann man in 7 Jahren erwarten die deutsche Sprache erlernt zu haben und für die Willkommenskultur endlich was zurück geben. Fachkräftemangel gäbe es nicht in dem Maß wenn jeder für die Leistung die er erhält Leistung in irgendeiner Form erbringt. Man kann den Untergang des eigenen Landes nicht mehr mit anschauen.

DanielSBK am 26.09.2022

Staatssekretär im Digitalministerium Sachsen-Anhalt - ja, solche Posten brauchen wir im Land. Und noch hunderte mehr davon..... nicht.

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