Bildungsminister Tullner Distanzunterricht in Sachsen-Anhalts Schulen wohl bis Februar

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner geht davon aus, dass Schüler und Schülerinnen noch bis Februar von zu Hause aus unterrichtet werden müssen. Gleichzeitig versprach er, dass es weniger Probleme mit der digitalen Lernplattform geben soll.

Ein Kind arbeitet an einem Schreibtisch, auf dem Schulmaterialien und eine Corona-Maske liegen.
Bis Februar werden Sachsen-Anhalts Schüler wohl noch zu Hause lernen müssen. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / MiS

Sachsen-Anhalts Schülerinnen und Schüler werden wohl auch im Januar weiter teilweise von zu Hause aus lernen. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er gehe fest davon aus, dass das Wechselmodell aus Distanz- und Präsenz-Unterricht bis zu den Winterferien im Februar beibehalten werde. Er hoffe, dass man danach zu einem normalen Modus zurückkehren könne.

Wegen hoher Infektions-Zahlen mit dem Coronavirus waren die Schulen am 16. Dezember teilweise zum Distanz-Unterricht zurückgekehrt. Die Weihnachtsferien wurden verlängert.

Für Schülerinnen und Schüler ist der erste Schultag nach den Weihnachtsferien für den 11. Januar geplant. Am 5. Januar wollen die Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über den bisherigen Stand der Corona-Maßnahmen beraten.

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Digitale Lernplattform soll ab Januar besser laufen

Nach großen Problemen mit der Lernplattform Moodle zu Beginn der Phase mit Distanzunterricht sollen die technischen Voraussetzungen verbessert werden. Tullner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, bis zum Wiederbeginn des Unterrichts Anfang Januar würden die Dinge wesentlich stabiler laufen.

Vor den Weihnachtsferien hatte es große Probleme beim Zugriff auf die Lernplattform gegeben. "Der erste Tag war etwas deprimierend", sagte Tullner. Er erklärte die Probleme mit zu geringen Serverkapazitäten und zu vielen Zugriffen. "Wenn um 7.30 Uhr alle Lehrinnen und Lehrer und alle Schulen darauf zugreifen, ist das für einen Server eine große Herausforderung." Deswegen solle ein eigentlich für den Februar geplanter Server-Umzug vorgezogen werden.

Abschlüsse 2021 sollen garantiert werden

Insgesamt wolle Tullner 2021 zunächst vor allem die betreuungsrelevanten jüngeren Jahrgänge sowie die Abschlussklassen in den Fokus rücken: "Die Abschlüsse 2021 sollen garantiert sein." Ein Lernen in Gemeinsamkeit müsse das langfristige Ziel sein.

Quelle: MDR/ff

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 28. Dezember 2020 | 13:00 Uhr

9 Kommentare

Jolly vor 24 Wochen

Da spricht ein Herr Tullner schon jetzt über den Verlauf ab 11.1.2021?!?
Ist er Hellseher oder ist es schon beschlossen? Aktuell sinken die Zahlen für Magdeburg !
Jetzt macht er plötzlich "seine" Arbeit. In den Sommerferien konnte er noch in den letzten Ferienwochen nach Mallorca fahren um dann in Carantäne zu gehen, anstatt alles für den Regelschulbetrieb vorzubereiten!

Jolly vor 24 Wochen

Das sehe ich ganz genauso!
Was das für psychische und soziale Folgen für alle Kinder und natürlich die weiteren Familienmitglieder haben wird. Da werden wohl auch heftige folgekosten für das Gesundheitswesen entstehen.

Querdenker vor 24 Wochen

Oft symptomlose Kinder und Jugendliche tragen das Coronavirus ggf. zu ihren Eltern oder Großeltern etc. Am Ende einer Infektionskette stehen zu oft schwer Erkrankte und Tote.

Auch junge Menschen können Spätfolgen durch Corona haben.

siehe „mdr Jeder fünfte junge Corona-Patient leidet unter Spätfolgen“

siehe „fr Corona-Studie zeigt: Spätfolgen bei Kindern möglich“

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