Neue Verordnung Welche Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt ab Montag gelten

Die neue Corona-Eindämmungsverordnung für Sachsen-Anhalt tritt am Montag in Kraft. Die bisherigen Einschränkungen bleiben weitestgehend bestehen. Neu sind die geplanten Modellprojekte.

Ein Passant geht in der Innenstadt an einem Schaufenster mit dem Schriftzug „Frohe Ostern“ vorbei.
Die bisherigen Einschränkungen gelten in Sachsen-Anhalt auch über Ostern hinaus. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalt hält am jetzigen Corona-Lockdown im Grundsatz bis zum 18. April fest. Das geht aus der 11. Eindämmungsverordnung hervor, die am Montag in Kraft tritt. Die allermeisten Freizeiteinrichtungen bleiben geschlossen, genau wie die meisten Beherbergungsbetriebe. Ausnahmen gelten nur für geschäftliche Reisen. An vielen Orten in der Öffentlichkeit muss ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Private Treffen sind nur sehr eingeschränkt möglich. Ein Hausstand darf sich mit einem weiteren Hausstand treffen, sofern dieser nicht mehr als fünf Personen umfasst.

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Kreise und Städte sollen Kontakte beschränken

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Kreis oder einer Stadt mehrere Tage über 100, sind Kreise und Städte verpflichtet, zusätzliche Kontaktbeschränkungen zu erlassen. Dann darf sich ein Hausstand nur mit einer weiteren Person treffen, die nicht zum Hausstand gehört. In der Öffentlichkeit genauso wie zuhause. Weil die Corona-Infektionszahlen seit Wochen steigen, gelten in den meisten Landkreisen in Sachsen-Anhalt derartige Regelungen. Zuletzt hatte auch die Landeshauptstadt Magdeburg die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft.

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 200, können Städte und Kreise zusätzliche Ausgangsbeschränkungen erlassen. Entscheidend sind immer die Angaben des Robert-Koch-Instituts. Nimmt man die RKI-Zahlen vom Sonntag, überschreiten derzeit der Burgendlandkreis und das Jerichower Land diesen Wert.

Bisherige Lockerungen bleiben bestehen

Geöffnet haben dagegen weiterhin die Geschäfte des täglichen Bedarfs. Andere Geschäfte können Kundinnen und Kunden im Laden empfangen, wenn diese zuvor einen Termin gebucht haben. Auch viele körpernahe Dienstleistungen sind seit einigen Wochen wieder möglich. Daran soll sich nach Angaben der Landesregierung zunächst auch nichts ändern. Was jetzt geöffnet oder gelockert ist, soll auch erstmal so bleiben, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) vor einigen Tagen. Demzufolge ist auch kontaktloser Sport für Gruppen im Freien weiter erlaubt. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren dürfen die Gruppen inklusive der Trainer 20 Personen umfassen, bei Erwachsenen sind Fünfergruppen möglich.

Nach den bisherigen Regelungen sollen auch Schulen und Kitas weiterhin geöffnet bleiben. Das Land hat angekündigt, Lehrer und Erzieherinnen nun schnellstmöglich impfen zu wollen. In einigen Kreisen gab es für diese Gruppen bereits Impfaktionen. Schülerinnen und Schüler haben, genau wie alle Mitarbeitenden der Einrichtungen, zudem das Recht, zwei Mal pro Woche einen kostenlosen Selbsttest durchführen zu können.

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Sa 27.03.2021 10:35Uhr 23:24 min

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Schnelltests und Modellprojekte

Ab sofort haben alle das Recht, einmal pro Woche einen kostenlosen Schnelltest beim Hausarzt oder in der Apotheke durchzuführen. Neu in der Verordnung sind zudem die Modellprojekte zum Umgang mit der Pandemie. Dabei sollen Einrichtungen testen können, wie der Betrieb unter Coronabedingungen aussehen könnte. Die Projekte könnten gegebenenfalls gleich nach Ostern unter strengen Vorgaben starten.

Anbieter können beim Gesundheitsamt eine Teilnahme am Modellversuch beantragen. Bedingungen seien Tests, Nachverfolgung und eine nicht zu hohe Sieben-Tage-Inzidenz. Denkbar seien solche Versuche in den Bereichen Sport, Kultur und Freizeit.

MDR/Oliver Leiste

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 28. März 2021 | 19:00 Uhr

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