Umfrage zum Tag des Fahrrads Fahrrad überdurchschnittlich beliebt in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt wird gern geradelt. In einer Umfrage gaben 30 Prozent der Befragten an, dass für sie das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel ist. Außerdem steht in 83 Prozent aller Haushalte mindestens ein Fahrrad.

Demonstration auf dem Fahrrad von Fridays for Future Dresden und Verkehrswende Dresden.
Für 30 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt ist das Fahrrad einer Umfrage zufolge das ideale Verkehrsmittel. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Thomas Eisenhuth

Die Menschen in Sachsen-Anhalt steigen gern aufs Fahrrad. Als Verkehrsmittel ist es im Land etwas beliebter als im Bundesdurchschnitt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov, die am Dienstag veröffentlicht wurde. 30 Prozent der in Sachsen-Anhalt Befragten gaben demnach an, dass für sie das Fahrrad das ideale Verkehrsmittel sei. Deutschlandweit lag der Wert bei 29 und damit etwas niedriger.

Im Bundesländer-Vergleich ist das Fahrrad in Bremen am beliebtesten (45 Prozent). Im Saarland halten es dagegen nur 19 Prozent für das ideale Verkehrsmittel. Nach den Gründen für die regional unterschiedlichen Präferenzen wurde nicht gefragt. Auftraggeber der Umfrage war die HUK Coburg, die die Ergebnisse am Dienstag zum "Europäischen Tag des Fahrrads" am Donnerstag veröffentlichte.

83 Prozent der Haushalte haben mindestens ein Fahrrad

Zudem steht nach Angaben des Statistischen Landesamts in 83 Prozent aller Haushalte in Sachsen-Anhalt mindestens ein Fahrrad. Damit sank der Anteil der Haushalte mit Fahrrad im vergangenen Jahr gegenüber 2019 zwar um zwei Prozent. Allerdings liegt Sachsen-Anhalt weiterhin leicht über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 79 Prozent.

Außerdem gab es zu Jahresbeginn 2020 an Sachsen-Anhalts Bundes-, Landes- und Kreisstraßen insgesamt 1.549 Kilometer Radweg. Das sind 22 Kilometer mehr als ein Jahr zuvor.

Angestiegen ist demnach aber auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden unter Beteiligung von Radfahrenden auf sogenannten Radverkehrsanlagen. Darunter fallen Radwege und besonders gekennzeichnete Wege für Radlerinnen und Radler. 466 Unfälle seien etwa fünf Prozent mehr als im Jahr davor gewesen.

MDR/Fabienne von der Eltz, dpa

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