Mehr Tests und Wechselunterricht Verband fordert besseren Corona-Schutz für Kinder

Kinder und Jugendliche werden in der Corona-Pandemie zu wenig beachtet, sagt der Kinder- und Jugendring. Dabei seien sie derzeit besonders gefährdet. Der Verein fordert deshalb besseren Schutz und konkrete Maßnahmen, darunter eine Rückkehr zum Wechselunterricht in Schulen.

SARS-CoV-2 Antigentest im Klassenzimmer Themenbild
Unter anderem fordert der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt, Wechselunterricht wieder einzuführen. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Eibner

Der Kinder- und Jugendring Sachsen-Anhalt fordert besseren Schutz für Kinder in der Corona-Pandemie. Die besondere Bedrohungslage junger Menschen finde in den Maßnahmen Sachsen-Anhalts allerdings bisher kaum Beachtung, kritisierte der Verein in einer Mitte der Woche verschickten Mitteilung.

Darin verlangt der Kinder- und Jugendring die Rückkehr zum Wechselunterricht in Schulen und eine Ausweitung der Teststrategie: Allen Kindern und Jugendlichen sollen unabhängig vom Impfstatus täglich kostenfreie Tests zustehen.

Der Verein fordert weiter, dass Quarantäneregeln für direkte Kontaktpersonen von Infizierten auch in Klassenverbänden und Kitas gelten. Aktuell müssen in Sachsen-Anhalt nur positiv getestete Schüler in Quarantäne. Alle anderen Schüler der betreffenden Kohorte könnten weiter zur Schule gehen. Die betroffenen Klassen sollen allerdings täglich getestet werden.

Eltern sollen Kinder Impfung ermöglichen

Für Eltern und Erziehungsberechtigte fordert der Kinder- und Jugendring eine Lohnfortzahlung, wenn sie ihre Kinder wegen Corona zu Hause betreuen müssen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ruft der Verein dazu auf, lockere Regelungen der Arbeitszeit für Mitarbeitende mit Kindern zu gewährleisten.

Der Verein appelliert zudem an alle Menschen, sich impfen und boostern zu lassen – insbesondere aber an Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Eltern und Erziehungsberechtigte sollten ihren Kindern die Impfung ermöglichen, so der Kinder- und Jugendring.

In einer Mitteilung hieß es, Kinder und Jugendliche seien von Einschränkungen durch Eindämmungsmaßnahmen besonders betroffen, hätten sich aus Rücksicht und Solidarität gegenüber Risikogruppen gefügt. Nun seien sie selbst am stärksten betroffen.

Vor Beginn des neuen Schuljahres fragte MDR SACHSEN-ANHALT Eltern und Lehrerinnen und Lehrer, was sie für das neue Schuljahr erwarten. Einer von ihnen war Stefan Kalweit-Schaulies.

Stefan Kalweit-Schaulies, alleinerziehender Vater aus Magdeburg 1 min
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MDR/Julia Heundorf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 18. November 2021 | 17:00 Uhr

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