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Schule und CoronaBildungsministerin Feußner: Schulstart reibungslos, Tests unproblematisch

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 11. Januar 2022, 18:47 Uhr

Eltern von schulpflichtigen Kindern beschäftigen in diesen Tagen viele Themen: Maskenpflicht im Unterricht, Präsenzpflicht, tägliche Corona-Tests. Drohen neue Schulschließungen durch die erwartete Omikron-Wand? Nach dem Schulstart in Sachsen-Anhalt Anfang der Woche hat Bildungsministerin Eva Feußner ein erstes Fazit gezogen.

Wie weiter mit der Präsenzpflicht?

Nach den dreiwöchigen Weihnachtsferien hat am Montag an den Schulen in Sachsen-Anhalt wieder der Unterricht begonnen. Für die Schülerinnen und Schüler gilt wieder die Präsenzpflicht. Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) hat nochmals betont, dass der Präsenzunterricht höchste Priorität habe. Es gehe um das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe.

Schüler und Schülerinnen, die sich vor Weihnachten von der Präsenzpflicht befreien lassen haben, waren dann sechs Wochen nicht in der Schule. Jetzt ist es an der Zeit, einen Überblick über den Bildungsstand und den Allgemeinzustand zu bekommen.

Gleichzeitig macht Feußner deutlich, dass sich Schüler mit einer chronischen Erkrankung auch weiterhin von der Präsenzpflicht befreien lassen können.

Wie werden die täglichen Corona-Tests angenommen?

Schüler in Sachsen-Anhalt werden derzeit täglich auf das Corona-Virus getestet. Konkrete Zahlen zu den Testergebnissen konnte Bildungsministerin Feußner am Dienstag nicht nennen. Am Ende der ersten Schulwoche nach den Ferien will das Bildungsministerium die Lage neu bewerten und die Maßnahmen je nach Entwicklung gegebenenfalls anpassen.

Die täglichen Testungen ermöglichen uns einen guten Überblick. Dabei erhalte ich positive Rückmeldungen: Offensichtlich gibt es keine statistischen Ausreißer. Und offensichtlich ist es nicht so, dass die Begegnungen in den Ferien eine Vielzahl von neuen Fällen produziert haben.

Die täglichen Testungen sollen für die ersten 14 Schultage beibehalten werden. In welchem Intervall sie danach fortgesetzt werden, stehe noch nicht fest.

Kranke Lehrer oder Schüler - wann werden Schulen geschlossen?

Flächendeckende Schulschließungen sollen unbedingt vermieden werden, darin sind sich die Politiker einig. Trotzdem müsse man sich auf die erwartete Omikron-Welle vorbereiten. Für Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Feußner ist deshalb auch das Infektionsgeschehen an den einzelnen Schulen relevant. Sobald 25 Prozent der Lehrkräfte ausfallen, egal ob an Corona erkrankt oder in Quarantäne, müssen Schüler und Schülerinnen in den Distanzunterricht wechseln.

Auch wenn mehr als 50 Prozent der Schüler zu Hause bleiben müssen, mache eine Beschulung im Präsenzunterricht keinen Sinn mehr, so Feußner. Fest stehe aber: Distanzunterricht wird mit ein bis zwei Tagen Vorlauf angekündigt, "sodass Aufgaben mitgegeben werden können, falls technische Möglichkeiten nicht vorliegen", stellt Feußner klar.

Wie ist es um die technischen Voraussetzungen für den Distanzunterricht bestellt?

Während der letzten Schulschließungen hatten Kinder und Eltern oft mit technischen Problemen zu kämpfen. Schüler konnten sich auf Lernplattformen nicht einloggen, weil die Systeme überlastet waren. Teilweise waren aus demselben Grund keine Videokonferenzen möglich. Feußner versicherte aber, dass die Fehler analysiert seien und man daraus gelernt habe.

Bildrechte: IMAGO

Wir haben mehr Serverkapazitäten für Videokonferenzen angeschafft. Außerdem haben alle Lehrer und Lehrerinnen im Land ein mobiles Endgerät erhalten. Ich bin optimistisch, dass die Kapazitäten für einen etwaigen Distanzunterricht ausreichen.

Über die digitalen Lernplattformen im Land seien jetzt 10.000 Videokonferenzen gleichzeitig möglich. Der Praxistest wird zeigen müssen, ob das ausreichend ist.

Welche Regelungen gelten in Sachen Maskenpflicht?

Für die ersten 14 Schultage nach den Winterferien gilt für Schüler und Schülerinnen eine Maskenpflicht im Klassenzimmer. Ob die Pflicht nach Ablauf der Frist bestehen bleibt, wollte Feußner noch nicht sagen. Ihr sei aber bewusst, dass die Maske gerade in der Grundschule Probleme bereiten könne.

Da geht ja besonders viel über Mimik. Mir ist klar, dass die Pflicht gerade in den ersten beiden Klassen schwierig ist. Insofern wir die Möglichkeit sehen, die Maskenpflicht in der Grundschule während der Unterrichtsstunden aufzuheben, werden wir das auch tun.

Beim Sportunterricht gilt die Maskenpflicht nicht, stellte Feußner klar.

Kommt eine Impfpflicht für Lehrer und schulisches Personal?

Einer Impfpflicht für Lehrer und schulisches Personal steht Bildungsministerin Feußner skeptisch gegenüber. Man habe unter den Lehrern schon jetzt eine Impfquote von rund 90 Prozent, erläutert Feußner. "Bei einer Impfpflicht im Bereich Bildung bin ich eher zurückhaltend", so die Bildungsministerin.

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Quelle: MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 11. Januar 2022 | 16:00 Uhr

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