Fragen und Antworten zur Nordverlängerung der A14


Wie lang ist die Nordverlängerung der A14?

Die A14-Nordverlängerung Magdeburg-Wittenberge-Schwerin hat eine Gesamtlänge von 155 Kilometern. Davon führen 97 Kilometer durch Sachsen-Anhalt, 32 Kilometer durch Brandenburg und 26 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern. Baustart war 2011.

Für die Umsetzung des Baus wurde die Strecke durch Sachsen-Anhalt in acht Teilabschnitte – sogenannte Verkehrseinheiten (VKE) – untergliedert.

Insgesamt sind zehn Anschlussstellen an Bundes- und Landesstraßen, eine einseitige Tank- und Rastanlage bei Dolle sowie vier Parkplätze mit WC-Anlagen geplant.


Wo rollt der Verkehr auf dem Nordabschnitt der A14 schon?

Seit Oktober 2014 rollt der Verkehr zwischen der Anschlussstelle Wolmirstedt und der Anschlussstelle Colbitz. Die Strecke ist knapp sechs Kilometer lang. Seit September 2020 kann auch der 8,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Colbitz und Tangerhütte befahren werden. Er war rund zwei Monate früher als geplant für den Verkehr freigegeben worden.


Wo wird aktuell auf der Autobahn 14 gebaut?

Zurzeit wird auf vier Teilabschnitten der A14 gebaut: Baubeginn für die Strecke zwischen Tangerhütte und Lüderitz war im August 2018. Dieser Abschnitt ist knapp 15 Kilometer lang und soll Ende 2023 fertig sein.

Baubeginn für die daran anschließende Autobahnumfahrung Stendal, bestehend aus den Abschnitten Lüderitz - Stendal-Mitte (13 Kilometer) sowie Stendal-Mitte - Osterburg (18 Kilometer), war im September 2021. Auf dem ersten Teilabschnitt soll den Planungen zufolge im Jahr 2025 der Verkehr rollen.

Seit Oktober 2020 wird außerdem auf dem knapp elf Kilometer langen Teilabschnitt Seehausen-Nord bis Wittenberge samt Elbquerung gebaut. 2025 soll diese Strecke, inklusive neuer Elbbrücke fertig sein.


Welche Klagen laufen gegen den Bau der A14-Nordverlängerung?

Die Planungen für die Nordverlängerung der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt sind abgeschlossen. Es besteht Baurecht für die komplette Trasse in Sachsen-Anhalt.

Die Klage einer Privatperson gegen den Abschnitt zwischen Dahlenwarsleben und Wolmirstedt (11 Kilometer) wurde Ende September 2021 nach Verhandlungen mit dem Land und der Fernstraßengesellschaft DEGES zurückgezogen. Wann mit dem Bau der Trasse über den Mittellandkanal nördlich von Magdeburg begonnen werden kann, ist aber noch unklar.

Die letzte verbliebene Klage besteht gegen den Bau des Teilstücks Osterburg - Seehausen Nord (17 Kilometer). Hier hatte eine Umweltschutzorganisation Klage eingereicht. Der regionale Umweltverband "NaturFreunde Sachsen-Anhalt" beruft sich auf neues EU-Recht, er sieht den Artenschutz nicht ausreichend berücksichtigt. Laut Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ist noch unklar, wann es eine Entscheidung geben wird. 


Wann ist die Fertigstellung der A14 geplant?

Die Fertigstellung der A14 hat sich vor allem wegen Klagen immer wieder verzögert. Die aktuellen Bauabschnitte liegen jedoch laut zuständiger Autobahn GmbH im Plan. Bis Ende 2023 soll das Stück von Tangerhütte bis Lüderitz fertig gestellt und 2025 Stendal erreicht sein. Zuletzt wurde die komplette Fertigstellung der Trasse 2027 in Aussicht gestellt.


Was kostet der Bau der A14-Nordverlängerung?

Für den insgesamt 155 Kilometer langen Lückenschluss der A14 zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin sind Baukosten von rund 1,7 Milliarden Euro veranschlagt. Die geschätzen Kosten für den Streckenabschnitt in Sachsen-​Anhalt liegen bei rund 993 Millionen Euro (Stand: Juli 2020).

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