Debatte um Lockerungen Grimm-Benne pocht auf Corona-Maßnahmen im Winter

Nach Ansicht von Gesundheitsministerin Grimm-Benne werden auch im Winter noch Corona-Maßnahmen notwendig sein. Dabei unterscheidet sie zwischen Innenräumen und dem Außenbereich. Die FDP hatte zuletzt Lockerungen gefordert. Ministerpräsident Haseloff plädierte aber für einen Exit mit Augenmaß.

In der Debatte um die Rücknahme von Corona-Maßnahmen tritt Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) auf die Bremse. "Lockdowns und Kontaktbeschränkungen sollte es nicht mehr geben. Aber es sind auch im Winter weiterhin Maßnahmen notwendig", sagte sie. Dabei müsse man zwischen draußen und drinnen unterscheiden.

Die möglichen Ampelkoalitionäre von SPD, Grünen und FDP haben sich im Bund zuletzt dafür ausgesprochen, die pandemische Lage von nationaler Tragweite nach dem 25. November nicht noch einmal zu verlängern. Damit wären weitgehende, bundesweite Einschränkungen nicht mehr so einfach möglich. Die Länder können jedoch mit ihren Corona-Verordnungen ebenfalls über Schutzmaßnahmen bestimmen.

Regeln vor allem im Innenbereich

Grimm-Benne hält Auflagen dabei insbesondere in Innenbereichen weiter für erforderlich: "In geschlossenen Räumen wie beispielsweise bei Handballspielen wird den Veranstaltern wohl nichts anderes als 2G übrig bleiben, wenn die Inzidenzen weiter steigen. Wer 3G macht, muss die Abstände wahren."

Bei 2G dürfen nur geimpfte und nachweislich genesene Personen an einer Veranstaltung teilnehmen, bei 3G zusätzlich auch negativ getestete. Handball-Bundesligist SC Magdeburg hatte seine Halle vor knapp zwei Wochen mit 5.000 Zuschauern nahezu komplett ausgelastet. Es galt die 3G-Regel. Draußen könne man mit weniger Beschränkungen auskommen, sagte die Gesundheitsministerin.

Petra Grimm-Benne
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne geht davon aus, dass auch im Winter Corona-Maßnahmen nötig sind, unterscheidet aber zwischen drinnen und draußen. Bildrechte: dpa

Es können schon jetzt Spezialmärkte, so auch die anstehenden Weihnachtsmärkte, ohne Obergrenzen stattfinden. Die AHA-Regeln sind hier der Maßstab.

Petra Grimm-Benne, SPD Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin

Sachsen

Corona-Grafiken und Zahlen Sachsen Ein Arzt in Schutzkleidung setzt eine Maske auf.
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Inzidenz leicht gestiegen

Sachsen-Anhalts schwarz-rot-gelbe Landesregierung will die aktuell geltende 14. Corona-Verordnung überarbeiten, die am 12. November ausläuft. Die FDP hatte zuletzt auf Lockerungen gepocht. Grimm-Bennes Ministerium stimmt aktuell entsprechende Varianten ab. Man werde auch in der neuen Verordnung nicht nur auf die Inzidenzen, sondern auch auf die Hospitalisierungsrate und die Belegung der Intensivstationen schauen, sagte sie.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Menschen binnen einer Woche ist in Sachsen-Anhalt zuletzt gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Freitag eine 7-Tage-Inzidenz von 117,9. Das Land liegt damit aktuell unter dem bundesweiten Durchschnitt, der am Freitag 139 betrug.

Quelle: MDR/Fabienne von der Eltz; dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 29. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

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