Dicke Wolken ziehen über einen Berg hinweg und kündigen ein Gewitter an am 2.6.2019 1 min
Für Freitag deuten die Wetteraussichten in Teilen Sachsen-Anhalts auf Regen hin. Bildrechte: Bernd März

Unwetter Gewitter mit Starkregen durch Sachsen-Anhalt gezogen

12. Juli 2024, 16:11 Uhr

Am Freitag hat es in Sachsen-Anhalt zum Teil schwere Gewitter gegeben. In den Tagen zuvor lösten Unwetter bereits Feuerwehreinsätze aus. Es gab vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume. Auch der Tierpark in Wittenberg hat einiges vom Starkregen abbekommen.

Das unbeständige Wetter beschäftigt weiter die Menschen in Sachsen-Anhalt. In den Landkreisen Wittenberg und Anhalt-Bitterfeld ist am Freitag in den Morgenstunden ein starkes Gewitter aufgezogen. In Wittenberg floss das Regenwasser in vier Keller; in Anhalt-Bitterfeld lief ein Gullideckel über, teilten die zuständigen Rettungsleitstellen auf MDR-Anfrage mit. Verletzt wurde bei dem Unwetter niemand.

Tierpark Wittenberg unter Wasser

Der Tierpark Wittenberg hat am Freitagmorgen wegen heftigen Regens unter Wasser gestanden. Das hat die Leitung MDR SACHSEN-ANHALT am Mittag bestätigt. Durch den Regen seien unter anderem Bauten der Erdmännchen eingestürzt. Um den Tierpark wieder aufräumen zu können, wurde er erst am Mittag geöffnet. Alle Tiere seien in Sicherheit, hieß es. Die Erdmännchen sind den Angaben nach ins Innengehege umgezogen. Dort könnten sie weiterhin von Besucherinnen und Besuchern angeschaut werden. Weil weitere Regenschauer angekündigt worden seien, werde der Tierpark möglicherweise früher schließen.

Der Deutsche Wetterdienst hat für den Freitag Warnungen für mehrere Regionen in Sachsen-Anhalt herausgegeben. Darin heißt es unter anderem, dass es ab dem späten Vormittag von Südwesten erneut örtlich schwere Gewitter, teils mit heftigem Starkregen und Hagel geben kann. Diese sollen am Nachmittag und Abend nach Nordosten abziehen.

Drei-Tage-Aussicht

Der Drei-Tages-Trend zeigt: am Samstag geht es mit dichten Wolken und noch etwas Regen weiter, der bis zum Mittag über Saale und Elbe abzieht. Dahinter wird es freundlicher und die Sonne scheint. Vereinzelt sind am Nachmittag dann noch kurze Schauer möglich, oft bleibt es aber trocken. Es ist nicht mehr so schwül und mit Höchstwerten von 20 bis 23 Grad etwas kühler.

Am Sonntag zeigt sich die meiste Zeit die Sonne und es bleibt vorwiegend trocken. Die Temperatur steigt wieder auf bis zu 26 Grad. Auch am Montag gibt es viel Sonne und es bleibt trocken. Es wird noch wärmer.

Gewitter und Starkregen sorgen für volle Keller und umgeknickte Bäume

Am Donnerstag ist im Landkreis Börde zwischen Altenweddingen und Wolmirsleben am Morgen ein Blitz in einen Strohdiemen eingeschlagen und hat ihn in Brand gesetzt. Der Feuerwehreinsatz dauert weiter an. Die Straße war für mehrere Stunden gesperrt.

Bereits am Mittwoch hatten Gewitter und Starkregen in Teilen Sachsen-Anhalts die Feuerwehren beschäftigt. Am Abend wurden in Dessau-Roßlau Straßen überflutet, Keller sind vollgelaufen. Nach Angaben der Feuerwehr blieben größere Schäden aber aus.

Auf der nahe gelegenen Autobahn 9 prallte ein Auto in die Mittelleitplanke. Verletzt wurde niemand. In Wittenberg stürzte ein Ast auf die Bundesstraße 2 im Stadtgebiet. Auch in Merseburg und Halle knickten wegen des Gewitters Bäume um. Größere Schäden blieben aber auch dort aus.

MDR (Cornelia Winkler, Susanne Ahrens, Jana Müller, Anja Höhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 12. Juli 2024 | 10:00 Uhr

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